Schach-WM in der Videoanalyse 32 Züge bis zum Remis

Fünftes Remis im siebten Spiel: Der Titelverteidiger Viswanathan Anand begann zögerlich und konnte am Ende wieder nicht gegen Herausforderer Magnus Carlsen gewinnen. Schon nach 24 Zügen war die Partie ausgeglichen. SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten in der animierten Videoanalyse.

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Hamburg - In einer verhältnismäßig kurzen Partie im Finale um die Schach-WM einigten sich die beiden Kontrahenten nach zwei Stunden und lediglich 32 Zügen auf ein erneutes Remis. Herausforderer Magnus Carlsen kann mit diesem Ergebnis deutlich zufriedener sein, denn er führt mitlerweile 4,5:2,5 und braucht nur noch zwei Punkte zum Titel. Weltmeister Viswanathan Anand hingegen wartet immer noch auf seinen ersten Sieg.

Der Titelverteidiger begann unerwartet zurückhaltend und stellte seinen Gegner vor keine großen Probleme. Carlsen hatte wenig Mühe damit, die Partie offen zu halten. Bereits nach 24 Zügen erreichten die beiden Finalisten ein ausgeglichenes Spiel und einigten sich nach einer dreifachen Stellungswiederholung auf das insgesamt fünfte Remis in dieser Serie. Viele Chancen hat Anand nicht mehr, denn es bleiben bis zum 26. November nur noch maximal fünf Spiele.

Der internationale Großmeister Daniel King analysiert die siebte Partie für Sie exklusiv in der animierten Videoanalyse. Klicken Sie hier, um zum Video zu gelangen.

asi



insgesamt 14 Beiträge
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pippikurzstrumpf 18.11.2013
1. spielmodis
irgendwie beschleicht mich zunehmend das gefühl, dass man doch wieder ein 'wer al sestes x spiele gewonnen hat'-modus bräuchte. ich weiß, dass man einen eben solchen modus abgeschaft hat, weil es sonst zu unbegrenzt vielen partien kommen kann und sowas schlecht planbar wäre. aber der momentane modus führt ja eigentlich zu einer taktik, dass man vor allem vermeiden muss zu verlieren. wer ein spiel verloren hat muss gegen einem gegner anrennen, der nur noch remis braucht. man sollte das ganze nicht durch remis gewinnen, sondern durch gewonnene spiele! zum beispiel 3 oder 5.
simone20100 18.11.2013
2. Schade...
Derartige Spiele lassen einem die Lust an dieser WM vergehen. Bei jedem Schachverein kann man interessantere Spiele sehen. Wahrscheinlich hat Anand aufgegeben und der Veranstalter möchte noch etwas verdienen.
Spiegelkritikus 18.11.2013
3. Was ist los mit Anand?
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINE / ChessBaseFünftes Remis im siebten Spiel: Der Titelverteidiger Viswanathan Anand begann zögerlich und konnte am Ende wieder nicht gegen Herausforderer Magnus Carlsen gewinnen. Schon nach 24 Zügen war die Partie ausgeglichen. SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten in der animierten Videoanalyse. http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach-wm-die-siebte-partie-in-der-video-analyse-a-934246.html
Anand hat heute wieder mut- und ziemlich einfallslos gespielt. Zudem wiederholte er den Fehler, unnötig abzutauschen. Das begann mit seinem Läufer, den er Carlsens Läufer unnötig zum Abtausch entgegensetze und gipfelte im unnötigen Abtausch der beiden letzen Türme. Offenbar wollte unbedingt ein weiteres Turmendspiel vermeiden, ihn scheint die Angst gepackt zu haben - und die ist bekanntlich kein guter Ratgeber. Carlsen konnte diese Partie auf höchstens Bezirksliga-Niveau ohne grössere Anstrengung runterspielen und seinem Ziel einen Schritt näher kommen. Man muss sich langsam fragen, was mit dem Weltmeister los ist, irgend etwas stimmt da nicht, er hat normalerweise ein anderes Niveau und verhält sich nicht dermassen zurückhaltend. Wer im Schach gegen einen Spitzenmann wie Carlsen keine Initiative zeigt und lediglich abwartet bzw. von Zug zu Zug reagiert, hat nun mal keine Chance, das dürfte klar sein.
0tommi 18.11.2013
4. Gute Analyse
Ich glaube nicht, dass Anand schon aufgegeben hat. Aber er spielt sehr vorsichtig. Carlsen hat doch die Türme abgetauscht. Anand muss sich was einfallen lassen morgen.
maestro8002 18.11.2013
5. Anands Spiel unverständlich...
Ich verstehe Anand nicht. Was hat er denn zu verlieren. Ob er jetzt 3:0 oder 2:o verliert macht auch keinen Unterschied. Er hat nicht die Zeit bei max. 12 Partien solche Sicherheits-Remis zu spielen.
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