Schach-WM Anand und Carlsen einigen sich auf Remis

Das achte Spiel der Schach-WM hat keinen Sieger hervorgebracht: Nach 41 Zügen einigten sich Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand auf remis. Durch einen Massentausch im Mittelspiel deutete sich die Punkteteilung bereits früh an.

Schach-Weltmeister Carlsen: Remis gegen Anand im achten Spiel
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Schach-Weltmeister Carlsen: Remis gegen Anand im achten Spiel


Hamburg - Im achten Spiel der Schach-WM haben sich Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand remis getrennt. In einem taktisch interessanten Duell über zweieinhalb Stunden einigten sich die Kontrahenten nach 41 Zügen auf ein Unentschieden. Nach dem Remis am Vortag war es bereits die zweite Punkteteilung in Folge, insgesamt liegt der Weltmeister aus Norwegen 4,5 zu 3,5 vorne.

Für Anand war die Partie von großer Bedeutung: Schaffte er einen Sieg, hätte er die Finalserie ausgeglichen, bei einer Niederlage wäre Carlsen ihm hingegen davongezogen. Dementsprechend offensiv begann der Herausforderer das Spiel und wählte im Damengambit eine scharfe Variante, auf die der Titelverteidiger aber vorbereitet war und so die Initiative des 44-Jährigen entschärfen konnte.

Im Mittelspiel flachte die Partie dann allmählich ab. Beide Kontrahenten tauschten immer wieder die Figuren, das Remis zeichnete sich allerdings schon früh ab. Im Endspiel schaute Carlsen noch einmal tiefer in die Stellung, als dann aber auch noch die Springer vom Brett getauscht wurden, war die Punkteteilung nicht mehr zu verhindern.

Durch das Unentschieden hat der Herausforderer seine Chance gewahrt, allerdings wächst der Druck auf Anand dadurch immer weiter. In der neunten Partie am Donnerstag (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) kann Carlsen bereits für eine Vorentscheidung sorgen. Der Titelverteidiger wird dann in Weiß antreten, Anand bekommt die schwarzen Figuren.

asi



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io_gbg 18.11.2014
1.
Inzwischen freue ich mich auf die Video-Analysen, allerdings nicht hier bei SpOn: Daniel King analysiert wahrscheinlich gut und richtig, aber ich kann den schnellen Zügen auf dem Brett kaum folgen. Er klickt oft sehr schnell hin und her – die Software gibt es anscheinend nicht her, jeden Zug durch einen Pfeil zu verdeutlichen, und er erklärt eigentlich kaum je einen Zug wirklich, vor allem bei den Zwischenzügen möchte man doch als weniger Kundiger wissen, warum (fast) jeder einzelne Zug gespielt wurde. Die Erklärungen Jan Gustafssons bei ZEIT.de sind besser nachzuvollziehen, auch die altmodisch gestalteten Video-Analysen bei der Süddeutschen. Nur mal so als pädagogische Anregung.
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