American Football Ex-Profis verklagen NFL wegen Schmerzmittelmissbrauchs

Erneuter Ärger in der NFL: Acht Ex-Profis verklagen die US-Football-Liga wegen des Missbrauchs von Schmerzmitteln. Es sei gängige Praxis, den Spielern Medikamente zu verabreichen - ohne Rücksicht auf Gesundheitsrisiken.

Ex-Footballspieler Newberry: Prangert den Missbrauch von Schmerzmitteln an
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Ex-Footballspieler Newberry: Prangert den Missbrauch von Schmerzmitteln an


Hamburg - Der US-Football-Profiliga NFL steht abermals juristischer Ärger bevor. Acht ehemalige Spieler haben in San Francisco Klage wegen des Missbrauchs von Schmerzmitteln eingereicht. Die Medikamente seien ihnen ohne Verschreibung und ohne Rücksicht auf langfristige Gesundheitsrisiken verabreicht worden, heißt es in der Klageschrift.

Kläger sind die Ex-Football-Profis Jim McMahon, Jeremy Newberry, Richard Dent, Keith Van Horne, Ron Stone, Roy Green, JD Hill und Ron Pritchard. "Ich erhielt Aufputschmittel, Betäubungsmittel und Schmerzmittel. Ich wurde süchtig, nach meiner Karriere landete ich auf der Straße. Zuvor hatte ich nie Drogen genommen, erst die NFL hat mich zu einem Junkie gemacht", sagte Hill, der in den Siebzigerjahren für die Buffalo Bills und die Detroit Lions gespielt hat.

Laut Newberry, der für die Oakland Raiders und die San Francisco 49ers aktiv war, war die Verabreichung von Medikamenten in der Liga gängige Praxis: "Vor den Spielen haben etwa 15 andere Spieler und ich einen Schuss Toradol erhalten. Auch während der Spiele bekam ich häufig mehrere Injektionen."

Erst im August 2013 wurde die NFL nach einer Sammelklage von mehr als 4500 Ex-Profis als Ausgleich für die Folgen von Gehirnerschütterungen zu einer Zahlung in Höhe von 765 Millionen Dollar (etwa 570 Millionen Euro) verurteilt.

mrr/sid



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deklemens 21.05.2014
1. Schuldfrage?
Komisch, dass immer andere Schuld haben. Ist denn niemand mehr für sich selbst verantwortlich?
ThoR1234 21.05.2014
2.
Leider eine gängige Praxis im Football, auch wir (dumm wie wir waren) haben uns schon mal vor dem ein oder anderen Jugendturnier ein paar Ibus/ Paras geworfen. Obs wirklich geholfen hat: Keine Ahnung! Nichtsdestotrotz sollten die Ex-Profis eine Entschädigung enthalten. Denn verschreibungspflichtige Medikamente unter Zwang einnehmen zu müssen, so wie es der Artikel konturiert, spielt natürlich in einer ganz anderen Liga! MfG
tylerdurdenvolland 22.05.2014
3. Ein wenigh ahnungslos?
Zitat von ThoR1234Leider eine gängige Praxis im Football, auch wir (dumm wie wir waren) haben uns schon mal vor dem ein oder anderen Jugendturnier ein paar Ibus/ Paras geworfen. Obs wirklich geholfen hat: Keine Ahnung! Nichtsdestotrotz sollten die Ex-Profis eine Entschädigung enthalten. Denn verschreibungspflichtige Medikamente unter Zwang einnehmen zu müssen, so wie es der Artikel konturiert, spielt natürlich in einer ganz anderen Liga! MfG
"...verschreibungspflichtige Medikamente unter Zwang einnehmen zu müssen..." Sie meine die wurden eingesperrt, an einen Stuhl gebunden und dann per Infusion behandelt? Wissen was diese Leute verdienen? Kennen sie den Werdegang von High School über College in die NFL? Das Gejammer ist völlig lächerlich. Aber da Richter in den USA nun mal völlig unabhängfig, bekommen sie ja vielleicht was... So wie die Dame mit dem 6-Millionen-McDonalds-zu-heissen-Kaffee....
phiasko76 22.05.2014
4. Geld..
Mit der Selbstverantwortlichkeit ist das so eine Sache, wenn man die Mechanismen imUS Profisport kennt. Da hängt ganz schnell die gesamte Existenz daran, ob man spielt oder nicht. Da sinkt die Hemmschwelle sich was spritzen zu lassen um fit oder fitter zu sein sehr schnell.
tylerdurdenvolland 23.05.2014
5. Das ist einfach nicht richtig.....
Zitat von phiasko76Mit der Selbstverantwortlichkeit ist das so eine Sache, wenn man die Mechanismen imUS Profisport kennt. Da hängt ganz schnell die gesamte Existenz daran, ob man spielt oder nicht. Da sinkt die Hemmschwelle sich was spritzen zu lassen um fit oder fitter zu sein sehr schnell.
Dies auf den Profisport in den USA zu beschränken, ist einfach Unsinn. Dies ist der american way of life. Bei normalen Menschen interessiert es halt keinen, bei Profi Fussballern schon. Und die unterscheiden sich nun mal dadurch, dass in ein zwei Spielzeiten mehr verdienen, als normale Menschen in ihrem ganzen Leben. Sie bezahlen das mit ihrem Körper, mit ihrer Gesundheit. Und sie wollen es so, und tun es freiwillig. Es gibt da einen ausgezeichneten Film mit Al Pacino "Any given sunday"
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