American Football Ex-Profis verklagen NFL wegen Schmerzmittelmissbrauchs

Erneuter Ärger in der NFL: Acht Ex-Profis verklagen die US-Football-Liga wegen des Missbrauchs von Schmerzmitteln. Es sei gängige Praxis, den Spielern Medikamente zu verabreichen - ohne Rücksicht auf Gesundheitsrisiken.
Ex-Footballspieler Newberry: Prangert den Missbrauch von Schmerzmitteln an

Ex-Footballspieler Newberry: Prangert den Missbrauch von Schmerzmitteln an

Foto: George Nikitin/ AP/dpa

Hamburg - Der US-Football-Profiliga NFL steht abermals juristischer Ärger bevor. Acht ehemalige Spieler haben in San Francisco Klage wegen des Missbrauchs von Schmerzmitteln eingereicht. Die Medikamente seien ihnen ohne Verschreibung und ohne Rücksicht auf langfristige Gesundheitsrisiken verabreicht worden, heißt es in der Klageschrift.

Kläger sind die Ex-Football-Profis Jim McMahon, Jeremy Newberry, Richard Dent, Keith Van Horne, Ron Stone, Roy Green, JD Hill und Ron Pritchard. "Ich erhielt Aufputschmittel, Betäubungsmittel und Schmerzmittel. Ich wurde süchtig, nach meiner Karriere landete ich auf der Straße. Zuvor hatte ich nie Drogen genommen, erst die NFL hat mich zu einem Junkie gemacht", sagte Hill, der in den Siebzigerjahren für die Buffalo Bills und die Detroit Lions gespielt hat.

Laut Newberry, der für die Oakland Raiders und die San Francisco 49ers aktiv war, war die Verabreichung von Medikamenten in der Liga gängige Praxis: "Vor den Spielen haben etwa 15 andere Spieler und ich einen Schuss Toradol erhalten. Auch während der Spiele bekam ich häufig mehrere Injektionen."

Erst im August 2013 wurde die NFL nach einer Sammelklage von mehr als 4500 Ex-Profis als Ausgleich für die Folgen von Gehirnerschütterungen zu einer Zahlung in Höhe von 765 Millionen Dollar (etwa 570 Millionen Euro) verurteilt.

mrr/sid
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