Schwimm-EM Turmspringerin Steuer gewinnt Gold

Gold, Silber und Bronze: Die DSV-Starter hatten in Budapest allen Grund zum Feiern. Christin Steuer gewann den EM-Titel im Turmspringen, Patrick Hausding und Snychron-Partner Stephan Feck landeten zuvor auf Platz zwei. Jenny Mensing wurde Dritte über 100 Meter Rücken.

Turmspringerin Steuer: 354,50 Punkte vom Zehn-Meter-Turm
dpa

Turmspringerin Steuer: 354,50 Punkte vom Zehn-Meter-Turm


Hamburg - Wasserspringerin Christin Steuer hat bei den Europameisterschaften in Budapest die Goldmedaille vom Turm gewonnen. Steuer sammelte am Donnerstagabend 354,50 Punkte und lag damit vor der Ungarin Noemi Batki und Titelverteidigerin Julia Koltunowa aus Russland. Nora Subschinski wurde Vierte. Es war die dritte Medaille der deutschen Springer und der vierte EM-Sieg nach Paul Biedermann über 200 Meter Freistil, Langstreckenschwimmer Thomas Lurz und der deutschen 4x100 Meter-Freistil-Staffel der Frauen.

Zweiter Start, zweite Silbermedaille: Wasserspringer Patrick Hausding hat erneut zugeschlagen und mit Stephan Feck Silber im Synchron- Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett geholt.

"Ich bin einfach nur glücklich, dass es nach meinem Patzer noch Silber geworden ist", sagte Feck nach dem Wettkampf. "Wir haben außer dem Fehler einen starken Wettkampf abgeliefert und uns den Fehler selbst zuzuschreiben", analysierte Hausding.

Einen Tag nach Platz zwei vom Ein-Meter-Brett mussten sich Hausding und Feck mit 427,95 Punkten nach sechs Sprüngen nur den Titelverteidigern Illja Kwascha/Oleksij Prygorow aus der Ukraine (431,67) geschlagen geben. Dritte wurden die Russen Dimitri Sautin/Juri Kunakow (410,43). Hausding hatte bereits vom Ein-Meter-Brett Kwascha den Vortritt lassen müssen.

Über eine Bronzemedaille konnte sich die deutsche Meisterin Jenny Mensing über 100 Meter Rücken freuen. Es war die vierte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) bei den Becken-Wettkämpfen. Daniela Samulski, Vize-Weltmeisterin über die halbe Strecke, wurde Fünfte. Mensing musste sich in 1:00,72 Minuten nur den Britinnen Gemma Spofforth (59,80) und Elizabeth Simmonds (1:00,19) geschlagen geben. Samulski schlug in 1:01,11 an.

Die 4x200-Meter-Freistilstaffel der Frauen ist hingegen klar an der Bronzemedaille vorbei geschwommen. Silke Lippok, Franziska Jansen, Nina Schiffer und Daniela Schreiber kamen nach 7:58,13 Minuten ins Ziel. Den Sieg sicherte sich in einem dramatischen Endspurt in 7:52,49 Minuten Gastgeber Ungarn, der Titelverteidiger Frankreich um zwei Zehntel schlug und damit entthronte. Bronze holte Großbritannien (7:55,29). 2006 hatten die Deutschen, damals mit Olympiasiegerin Britta Steffen, EM-Gold geholt.

Markus Deibler und Sina Sutter sind hingegen wenig überraschend bei der EM im Halbfinale gescheitert. Deibler schied über 100 Meter Freistil als Elfter in 49,31 Sekunden aus. Wegen Komplikationen nach einer Mandeloperation hatte der 20-Jährige nur wenig trainieren können. Für die 19-jährige Sutter reichten über 100 Meter Schmetterling 1:00,25 Minuten nur zu Gesamt-Rang 14.

Auch Marco Koch hat eine Medaille über 200 Meter Brust klar verpasst. Der 20-Jährige schlug nach 2:12,14 Minuten als Siebter an. Im Halbfinale war er noch Zweitschnellster gewesen. Das Rennen gewann Weltmeister Daniel Gyurta aus Ungarn (2:08,95) vor dem Norweger Alexander Dale Oen und dem Franzosen Hugues Duboscq.

Der Franzose Camille Lacourt hat bereits sein zweites Gold geholt. Der 25-Jährige setzte sich über 50 Meter Rücken in 24,07 Sekunden vor dem Briten Liam Tancock (24,70) und Guy Barnea aus Israel (25,04) durch. Am Dienstag hatte Lacourt bei seinem Sieg über die doppelte Distanz in 52,11 Sekunden den ersten Europarekord nach dem Verbot der High-Tech-Anzüge aufgestellt.

Pawel Korzeniowski hat den Titel über 200 Meter Schmetterling gesichert. Der Pole gewann in 1:55,00 Minuten vor dem Russen Nikolai Skwortsow (1:56, 13) und dem Griechen Ioannis Drymonakos (1:57,10). Ein deutscher Teilnehmer war nicht am Start.

Die Dänin Lotte Friis hat Gold über 800 Meter Freistil gewonnen. Fries siegte in 8:23,27 Minuten vor der Französin Ophelie Etienne (8:24,00) und Doppel-Weltmeisterin Federica Pellegrini aus Italien (8:24,99).

Über 200 Meter Lagen gab es einen ungarischen Doppel-Erfolg: Katinka Hosszu setzte sich in 2:10,09 Minuten eine Hundertstel Sekunde vor ihrer Teamkollegin Evelyn Verraszto durch. Dritte wurde Hannah Miley aus Großbritannien. Deutsche Athleten waren auf beiden Strecken nicht am Start.

luk/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.