US-Schwimmstar Dressel holt seinen vierten, fünften und sechsten WM-Titel - in nur 104 Minuten

US-Superstar Caeleb Dressel hat seine nächsten drei Titel bei der Schwimm-WM in Gwangju geholt. Am Schlusstag hat er noch die Chance auf seinen siebten Titel. Sarah Köhler schwamm Rekord, blieb aber ohne Medaille.

Caeleb Dressel im Finale über 50 Meter Freistil
François-Xavier Marit/AFP

Caeleb Dressel im Finale über 50 Meter Freistil


Die nächsten drei Titel für Dressel

Silber in der Lagenstaffel über 4 x 100 Meter und Gold über 4 x 100 Meter Freistil, 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil hatte Caeleb Dressel schon sicher, am vorletzten Tag der Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju kamen noch Titel über 50 Meter Freistil (21,04 Sekunden), 100 Meter Schmetterling (49,66 Sekunden) und in der Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil (3:19,40 Minuten - Weltrekord) hinzu.

Während er seine beiden Einzeltitel souverän zum Anschlag brachte, wackelte das sechste Gold in der Staffel bis zur letzten Bahn. Dann konnte Simone Manuel die Australierin Bronte Campbell entscheidend distanzieren. Bereits bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Budapest konnte Dressel sieben Titel gewinnen. Diese Leistung kann er morgen mit sieben Gold- und einer Silbermedaille überbieten - dann sind die USA mit Dressel Favorit über 4 x 100 Meter Lagen.

Smith verpasst eigene Bestmarke

Die US-Amerikanerin Regan Smith lag über 200 Meter Rücken über Dreiviertel der Strecke auf Weltrekordkurs. Noch nach 150 Metern war ihre Zwischenzeit 0,83 Sekunden besser als bei der bisherigen Bestmarke - doch auf der letzten Bahn verließen die 17-Jährige die Kräfte. Mit 2:03,69 Minuten verpasste sie ihre eigene im Halbfinale aufgestellte Zeit um 0,34 Sekunden. Bei ihrem ersten WM-Titel hatte sie mehr als zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin Kaylee McKeown aus Australien (2:06,26 Minuten).

Köhler schwimmt Rekord - und wird Vierte

Rekord gebrochen, Medaille verpasst: Sarah Köhler
Bernd Thissen/DPA

Rekord gebrochen, Medaille verpasst: Sarah Köhler

Mit 8:19,53 Minuten hielt Anke Möhring den Deutschen Rekord über 800 Meter Freistil. Die 1987 in Straßburg aufgestellte Bestmarke hatte fast 32 Jahre Bestand, bis ihn Sarah Köhler verbessern konnte. Mehr als drei Sekunden unterbot die 25-Jährige die alte Bestmarke (8:16,43 Minuten), eine Medaille blieb ihr allerdings verwehrt. Beim Sieg von Katie Ledecky (USA, 8:13,58 Minuten) waren auch die Italienerin Simona Quadarella (8:14,99 Minuten) und Ariarne Titmus (Australien, 8:15,70 Minuten) schneller als Köhler.

Positive Dopingprobe bei Jack

Die australische Schwimmerin Shayna Jack ist vor der WM positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Wie der australische Verband am mitteilte, sei die 20-Jährige, die bei der vergangenen WM in Budapest jeweils Bronze mit der Freistilstaffel über 4 x 200 Meter und mit dem Quartett über 4 x 100 Meter Lagen gewonnen hatte, im Anschluss an den Dopingtest am 26. Juni provisorisch suspendiert worden.

"Ich habe diese Substanz nicht wissentlich genommen", erklärte Jack in sozialen Netzwerken. Sie fühle sich "verwundbar" und sei "sehr traurig", darüber, dass sie das Team deswegen hatte verlassen müssen. Die Freistilschwimmerin war aus einem Trainingslager der Australier in Japan kurz vor der Schwimm-WM in Südkorea abgereist.

mfu/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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viceman 27.07.2019
1. tolle leistung
des us-schwimmers, ich frag mich nur, warum man nur bei dem chinaschwimmer pfeift... Mit 'normalem Training und Vitaminen' schafft das niemand!
rjb26 27.07.2019
2. die gesamte
US Mannschaft ist meines Erachtens gedopt und sollte intensiv überprüft werden
Andrea Nxxx. 27.07.2019
3. ach hört doch auf zu meckern...
Sie sind ja bloss neidisch. Wer sich ein wenig im Schwimmsport auskennt, weiss dass die Amerikaner mittlerweile was Trainingsmöglichkeiten und Methoden angeht Deutschland (und den meisten anderen Ländern auch) meilenweit voraus sind. Wen wundert's wenn wir in Deutschland ein Becken nach dem anderen schliessen und die Wasserzeiten der Vereine kürzen. Der DSV ist mit verbohrten Urgesteinen durchsetzt. Und da wo noch Trainingszeiten zur Verfügung stehen, arbeiten die Trainer mit Trainingsplänen aus dem letzten Jahrtausend. Also, nicht meckern, einfach neidlos anerkennen, dass die Amerikaner den Deutschen in Sachen Schwimmsport den Rang abgelaufen haben. Und dopen tun doch eh fast alle - die einen besser, die anderen weniger gut. Da würde ich das deutsche Team mal nicht ausnehmen.
sischwiesisch 27.07.2019
4. Und...
Zitat von Andrea Nxxx.Sie sind ja bloss neidisch. Wer sich ein wenig im Schwimmsport auskennt, weiss dass die Amerikaner mittlerweile was Trainingsmöglichkeiten und Methoden angeht Deutschland (und den meisten anderen Ländern auch) meilenweit voraus sind. Wen wundert's wenn wir in Deutschland ein Becken nach dem anderen schliessen und die Wasserzeiten der Vereine kürzen. Der DSV ist mit verbohrten Urgesteinen durchsetzt. Und da wo noch Trainingszeiten zur Verfügung stehen, arbeiten die Trainer mit Trainingsplänen aus dem letzten Jahrtausend. Also, nicht meckern, einfach neidlos anerkennen, dass die Amerikaner den Deutschen in Sachen Schwimmsport den Rang abgelaufen haben. Und dopen tun doch eh fast alle - die einen besser, die anderen weniger gut. Da würde ich das deutsche Team mal nicht ausnehmen.
...wieviele öffentliche Schwimmbäder gibt´s in den USA ? Gibt´s so etwas überhaupt ? Und kommen Sie mir ja nicht mit irgendwelchen Pools in Hotels. Also bei Ihrer Aussage muss ich lachen. Sagen Sie mir mal bitte Zahlen dazu, bevor wir wieder auf´s übliche Deutschland-Bashing übergehen.
tommybonn2000 28.07.2019
5. lol natürlich sind die Amis gedopt...
Das ist doch nur allzu gut bekannt. Stichwort BALCO oder die Dopingnetzwerke um den Leichtathletik-Trainer Trevor Graham oder lance Armstrong. In den USA gibt es flächenndeckendes Doping in fast allen sportarten. Wer glaubt das die amerikanischen Schwimmer sauber sind und dass solche Leistungen wie sie die amerikaner regelmäßig im sport bzw. Im schwimmen abliefern ohne doping möglich sind, der ist hoffnungslos naiv.
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