Finnia Wunram mit fünfter deutscher WM-Medaille Die Woche des Freiwasserschwimmens

Bei der WM 2017 holten die deutschen Freiwasserschwimmer keine Medaille, nun waren es gleich fünf. Für den erfolgreichen Abschluss sorgte Finnia Wunram, der nach fünf Stunden nur acht Sekunden zu Gold fehlten.

Bei starken Wellen und Regen schwimmt Finnia Wunram zur Silbermedaille
REUTERS/Kim Hong-Ji

Bei starken Wellen und Regen schwimmt Finnia Wunram zur Silbermedaille


Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram hat überraschend WM-Silber über 25 Kilometer gewonnen. Die 23-Jährige musste sich im südkoreanischen Yeosu nur der brasilianischen Fünf-Kilometer-Weltmeisterin Ana Cunha geschlagen geben - 8,6 Sekunden fehlten Wunram zum WM-Titel. Mit 18,2 Sekunden Rückstand schlug nach über fünf Stunden die Französin Lara Grangeon als Dritte an.

Am letzten Tag der Freiwasserwettbewerbe bei den Titelkämpfen in Südkorea gewann Wunram damit die fünfte Medaille für das Freiwasserteam von Bundestrainer Stefan Lurz. "Ich bin einfach nur froh, dass es durch ist. Dass dabei Silber rausgesprungen ist, ist natürlich umso schöner", sagte Wunram: "Es gibt noch mal Motivation für die kommende Saison, besser hätte die WM nicht laufen können für mich."

Bundestrainer Lurz sagte: "Diese ganze Woche war der Hammer. Es hat einfach Riesenspaß gemacht. Jetzt sollen die Beckenschwimmer Gas geben, und dann passt alles." 2017 waren die Freiwasserschwimmer ohne Medaille nach Hause gefahren. (Lesen Sie hier eine Analyse zum Erfolg der deutschen Freiwasserschwimmer.)

25 Kilometer in knapp fünf Stunden: Die Siegerinnen des Rennens
Getty Images/Chung Sung-Jun

25 Kilometer in knapp fünf Stunden: Die Siegerinnen des Rennens

Wunram durfte sich nach Bronze im Fünf-Kilometer-Rennen von Kasan 2015 über die zweite WM-Medaille ihrer Karriere freuen. Ihr Hauptziel der aktuellen Weltmeisterschaften hatte sie bereits im Zehn-Kilometer-Rennen erreicht: Als Achte qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Bei starkem Regen und Wellengang setzte Wunram den Schlusspunkt hinter eine starke Weltmeisterschaft der deutschen Freiwasserschwimmer. Am Dienstag hatte Florian Wellbrock über zehn Kilometer den ersten WM-Titel für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) seit 2015 gewonnen. Die Freiwasserschwimmer sicherten sich mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze die beste WM-Ausbeute seit 2013.

jan/dpa/sid

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