Schwimm-WM Buschschulte wird sensationell Zweite

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka überrascht Antje Buschschulte die internationale Konkurrenz, vor allem aber ihre total enttäuschende Staffelkollegin Sandra Völker.


Antje Buschschulte: "Das ist total geil"
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Antje Buschschulte: "Das ist total geil"

Fukuoka - Buschschulte wurde überraschend Zweite über 50 Meter Rücken. Die Wuppertalerin musste sich in 28,53 Sekunden nur der US-Amerikanerin Haley Cope (28,51) geschlagen geben. Favoritin Sandra Völker aus Hamburg enttäuschte in 28,62 Sekunden als Vierte hinter der Australierin Natalie Coughlin (28,54).

"Das ist für uns ein ähnlicher Schock wie letztes Jahr Sydney", gab Völker-Trainer Dirk Lange zu. Seine Schwimmerin war den Tränen nah. "Mir fällt einfach nichts mehr ein, der Anschlag war Scheiße, dabei habe ich mich nach den 100 Metern Freistil noch gut gefühlt. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe", klagte Völker, "ich bin so enttäuscht." Buschschulte war hingegen bester Dinge: "Das ist ein Traum, einfach genial. Dabei bin ich doch gar kein Sprinter."

Drittes WM-Gold für Ian Thorpe

Sein drittes WM-Gold bei den Titelkämpfen in Japan holte sich Ian Thorpe. Über 800 Meter Freistil blieb der Dreifach-Olympiasieger in 7:39,16 Minuten um zweieinhalb Sekunden unter seinem alten Weltrekord, den auch sein australischer Landsmann Grant Hackett als Silbermedaillengewinner in 7:40,34 noch unterbot. Der Elmshorner Heiko Hell wurde Siebter in 7:59,47 Minuten. Zuvor hatte Thorpe bereits beim WM-Sieg über 400 Meter Freistil einen Weltrekord aufgestellt und anschließend mit der australischen 4x100-Meter-Freistilstaffel Gold gewonnen.

Für ein neue Bestleistung sorgte auch Michael Phelps. Der US-Amerikaner gewann über 200 Meter Schmetterling. Mit 1:54,58 Minuten verbesserte Phelps seine eigene Bestmarke um 34 Hundertstelsekunden und verwies seinen Landsmann Tom Malchow (1:55,28) auf den Silberrang. Dritter wurde der Russe Anatolij Poliakow.

Nach seinem Debakel über 200 Meter Schmetterling und dem verpassten Finale qualifizierte sich Thomas Rupprath (Wuppertal/Uerdingen) mit Europarekord (25,31 Sekunden) mühelos für den Endlauf über 50 Meter Rücken. Stev Theloke aus Chemnitz (25,95), der im Halbfinale über die 100 Meter Rücken gescheitert war, kam ebenfalls ins Finale.



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