Schwimm-WM Wellbrock gewinnt Gold über zehn Kilometer, Muffels holt Bronze

Florian Wellbrock hat den deutschen Schwimmern bei der WM in Südkorea die erste Goldmedaille beschert: Er gewann das Freiwasser-Rennen in 1:47:55,9 Stunden. Auf Platz drei landete sein Teamkollege Rob Muffels.

Wellbrock (r.) und Muffels nach dem Finale in Südkorea
Bernd Thissen/ DPA

Wellbrock (r.) und Muffels nach dem Finale in Südkorea


Freiwasserschwimmer Florian Wellbrock hat bei der Weltmeisterschaft die Goldmedaille über zehn Kilometer gewonnen. Der 21-Jährige siegte in Yeosu nach einem harten Zielsprint mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor dem Franzosen Marc-Antoine Olivier - und feierte seinen bisher größten internationalen Erfolg.

Wellbrocks Teamkollege Rob Muffels holte Bronze. Die beiden qualifizierten sich damit auch für Olympia 2020 in Tokio. "Das Ziel war Olympia, jetzt haben wir Gold und Bronze, das ist ein absoluter Traum", sagte der 24-jährige Muffels. Für den Deutschen Schwimm-Verband war es die erste Medaille bei den Titelkämpfen in Südkorea und das erste WM-Gold seit 2015.

Wellbrock gewann in einer Zeit von 1:47:55,9 Stunden. Knapp ein Jahr nach dem Europameistertitel über 1500 Meter im Becken bedeutete das den ersten großen Titel im Freiwasser. "Ich habe die letzten Nächte vor dem Einschlafen immer daran gedacht, Du willst Weltmeister werden", sagte er. "Dass ich das jetzt geschafft habe, muss erst mal im Kopf noch ankommen."

Wellbrock ist der große deutsche Hoffnungsträger bei der WM. Kommende Woche will er auch über 800 und 1500 Meter angreifen. "Er schwimmt sehr konzentriert und lässt nichts anbrennen" - so hatte Bundestrainer Stefan Lurz Wellbrock ihn in der laufenden Saison beschrieben. "Coolness" und Selbstsicherheit" seien die Stärken des 21-Jährigen.

Zuvor hatten sich bei den Frauen schon Finnia Wunram und Leonie Beck ihre Tickets für die Sommerspiele gesichert. Damit haben die deutschen Schwimmer alle vier möglichen Startplätze geholt - das hat seit der Olympia-Premiere des Rennens 2008 noch keine Nation geschafft.

Der Überblick zum 10-Kilometer-Rennen der Männer:

  • Gold: Florian Wellbrock (Magdeburg) 1:47:55,9 Stunden
  • Silber: Marc-Antoine Olivier (Frankreich) 0,2 Sekunden zurück
  • Bronze: Rob Muffels (Magdeburg) 1,5
  • 4. Kristof Rasovszky (Ungarn) 3,6
  • 5. Jordan Wilimovsky (USA) 5,1
  • 6. Gregorio Paltrinieri (Italien) 5,1
  • 7. Ferry Weertman (Niederlande) 6,0
  • 8. Alberto Martinez (Spanien) 6,3
  • 9. Mario Sanzullo (Italien) 8,8
  • 10. David Aubry (Frankreich) 9,2

aar/dpa/sid



insgesamt 4 Beiträge
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konib 16.07.2019
1. Glückwunsch an die Beiden
Wirklich tolle Leistung! Und danke für den Artikel über die beiden gestern. Das hat die ganze Sache nochmal spannender gemacht.
Phil2302 16.07.2019
2. Alle so nah beeinander?
Da sind ja bei Olympia über wenige hundert Meter die Abstände ja noch größer. Wie kommt's? Bleiben alle beisammen bis zum Schlusssprint?
M. Vikings 16.07.2019
3. Fetten Glückwunsch an die Frauen und die Männer.
Saubere Leistung. Alle vier möglichen Olympiatickets geschnappt, und obendrauf noch Gold und Bronze bei den Männern. Da kommt Freude auf. Tolle Disziplin. Die gefällen mir persönlich mehr als die Laborschwimmer. Ich schwimme auch lieber im Meer als in der Badeanstalt.
M. Vikings 16.07.2019
4. Nicht alle und nicht immer.
Zitat von Phil2302Da sind ja bei Olympia über wenige hundert Meter die Abstände ja noch größer. Wie kommt's? Bleiben alle beisammen bis zum Schlusssprint?
Meist bilden sich während des Wettkampfs Gruppen, und dann geht es zum Ende hin nochmal zur Sache.
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