Schwimm-WM Sjöström unterbietet Weltrekord von Steffen

Acht Jahre hatte die Bestmarke von Britta Steffen über die 50 Meter Freistil gehalten. Die Schwedin Sarah Sjöström schwamm nun sechs Hundertstel schneller. Caeleb Dressel holte gleich dreimal Gold - in nur 80 Minuten.

Sarah Sjöström
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Sarah Sjöström


Britta Steffen ist ihren Weltrekord über 50 Meter Freistil los: Die Schwedin Sarah Sjöström unterbot die von Steffen 2009 in Rom aufgestellte Bestmarke in Budapest um sechs Hundertstelsekunden. Sjöström schlug im Halbfinale in der Duna Aréna nach 23,67 Sekunden an.

"Ich bin froh, dass ich diesen Weltrekord über 50 Meter habe. Das bedeutet, dass ich die schnellste Frau der Welt bin", sagte Sjöström: "Jeder glaubte, dass die Weltrekorde von 2009 nicht zu schlagen sind, weil sie mit anderen Anzügen erschwommen wurden." Es war Sjöströms zweiter Weltrekord bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2017. Im Staffel-Rennen hatte sie am vergangenen Sonntag als Startschwimmerin in 51,71 Sekunden für eine neue Bestmarke über 100 Meter Freistil gesorgt.

Mit dreimal Gold in 80 Minuten hat der US-amerikanische Jungstar Caeleb Dressel WM-Geschichte geschrieben und Erinnerungen an Rekord-Olympiasieger Michael Phelps geweckt. Der 20-Jährige gewann am vorletzten Wettkampftag zuerst die 50 Meter Freistil (21,15 Sekunden), dann die 100 Meter Schmetterling (49,86 Sekunden) und zum Abschluss mit der gemischten 4x100-Meter-Freistilstaffel in Weltrekordzeit (3:19,60 Minuten).

Caeleb Dressel
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Caeleb Dressel

Mit schon jetzt sechs Goldmedaillen ist der Mann aus Florida der erfolgreichste Schwimmer der diesjährigen Titelkämpfe, zum Abschluss am Sonntag winkt ihm in der 4x100-Meter-Lagenstaffel Titel Nummer sieben. Im Schmetterling-Finale verpasste Dressel nur um vier Hundertstelsekunden den Weltrekord seines Landsmannes Phelps. Zuvor hatte er bereits über die 100 Meter Freistil sowie über 4x100 Meter und in der gemischten 4x100-Meter-Lagenstaffel gewonnen.

Selbst Rekordweltmeisterin Katie Ledecky, 20, kommt an diese Bilanz nicht heran. Die Amerikanerin sicherte sich über 800 Meter Freistil aber souverän ihr fünftes Gold von Budapest und ihr 14. insgesamt. Nur die um acht Jahre ältere Federica Pellegrini hatte Ledecky über 200 Meter schlagen können.

chh/dpa/sid



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