Schwimmen China schürt Doping-Verdächtigungen

Chinas Schwimmverband hat kurzfristig 15 von 20 Aktiven für die Panpazifischen Spiele im September in Sydney von der Teilnehmerliste gestrichen und damit Doping-Spekulationen entfacht.


Chinas Schwimmverband hat für neue Doping-Spekulationen gesorgt. Kurzfristig wurden 15 der 20 gemeldeten Aktiven für die Panpazifischen Spiele im September in Sydney von der Teilnehmerliste gestrichen. Offizielle Begründung: "Wir können nur wenige Schwimmer entsenden, weil ebenfalls im September nationale Wettkämpfe beginnen", erklärte ein Sprecher des chinesischen Verbandes.

Erst kürzlich waren erneut zwei chinesische Schwimmer des Dopings überführt worden. In einer am 8. März genommenen Trainingsprobe war Xiong Guoming und Wei Wang die Einnahme von Clenbuterol nachgewiesen worden, das nach dem Fall von Sprinterin Katrin Krabbe (Medikamentenmißbrauch) auf die Liste der verbotenen Substanzen aufgenommen worden war.

Guoming hatte bereits eine Zwei-Jahres-Sperre wegen Hormondopings verbüßt, nachdem er wie sechs weitere Athleten 1994 bei den Asienspielen in Hiroshima positiv getestet worden war.

Australiens Schwimmpräsident Terry Gathercole sah in der Abmeldung der chinesischen Athleten Parallelen zum systematischen Doping in der früheren DDR: "Wer länger in unserem Sport ist und sich an die Ostdeutschen erinnert, der stellt sich natürlich gewisse Fragen. Man kann aber nur spekulieren, warum ein Teil der Schwimmer nicht kommt."



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