Schwimmen Lurz gewinnt WM-Titel über fünf Kilometer

Jubel beim Deutschen Schwimm-Verband: Langstreckenschwimmer Thomas Lurz hat bei den Weltmeisterschaften in Rom über die fünf Kilometer triumphiert. Enttäuschend war zuvor das Frauenrennen verlaufen, Britta Kamrau-Corestein und Nadine Pastor blieben hinter den Erwartungen zurück.


Hamburg - Thomas Lurz hat seinen Titel über fünf Kilometer bei der WM in Rom erfolgreich verteidigt und dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) die erste Medaille beschert. Der 29-Jährige verwies im Mittelmeer vor dem Lido di Roma in Ostia den Griechen Spyridon Gianniotis und den Südafrikaner Chad Ho auf die Plätze zwei und drei. Für Lurz, der nach 56:26,9 Minuten anschlug, war es das insgesamt siebte WM-Gold. "Jetzt muss ich mich schnell regenerieren", sagte Lurz in Anbetracht des Zehn-Kilometer-Rennens am Mittwoch.

Langstreckenschwimmer Lurz: WM-Titel über fünf Kilometer
dpa

Langstreckenschwimmer Lurz: WM-Titel über fünf Kilometer

Teamkollege und Vize-Europameister Jan Wolfgarten belegte Rang 21. Christa Thiel, Präsidentin des DSV, fiel nach vier Tagen ohne Medaille ein Stein vom Herzen: "Das ist super, das macht uns Mut. Jetzt sind wir in der Spur."

Beim Frauenrennen waren die viermalige Weltmeisterin Britta Kamrau-Corestein und Nadine Pastor beim Triumph der Australierin Melissa Gorman (56:55,8 Minuten) ohne Chance auf eine Medaille. Pastor belegte Platz 13, Kamrau kam auf Rang 19. Geschlagen geben musste sich auch die achtmalige Weltmeisterin Larisa Ilschenko aus Russland. Nach einem Anschlagpatzer blieb ihr nur Silber. Ilschenko kassierte damit ihre erste Niederlage bei einer WM über fünf und zehn Kilometer seit fünf Jahren.

Mitfavoritin Kamrau-Corestein war über die Gründe ihres Zeitrückstandes von 1:13,2 Minuten ratlos: "Ich habe keine Ahnung. Ich bin immer mehr festgelaufen. Es gibt keine Entschuldigung für meine Leistung. Das ist beschämend." Auch Nadine Pastor hatte sich mehr ausgerechnet. "Ich hoffe, dass die anderen Teammitglieder es besser machen", sagte sie.

Die Rennen waren wegen Sturmschäden von Sonntag auf Dienstag verlegt worden. Am Wettkampftag herrschten beste Bedingungen. Weil der Startsteg vom Sturm zerstört worden war, fand der Start allerdings aus dem Wasser statt.

fsc/sid/dpa



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