Sportlerinnen und Sportler des Jahrzehnts Game Changer

Mehr als sportliche Bestleistung: Diese Athleten haben ihren Sport beeinflusst - durch Haltung, Widerstand gegen Missstände oder weil sie das Spiel veränderten. Eine Auswahl von Caster Semenya bis Manuel Neuer.
Von SPIEGEL-Red.

Caster Semenya: Die Selbstbestimmte

Mittelstreckenläuferin Caster Semenya

Mittelstreckenläuferin Caster Semenya

Foto: Michael Dodge/ Getty Images

Es geht um große Themen, um fairen Wettbewerb im Sport, um die Selbstbestimmung eines Menschen: Caster Semenya, die Mittelstreckenläuferin aus Südafrika, hat alle wichtigen Wettbewerbe gewonnen, Olympia-Gold, WM-Siege. Genießen konnte sie diese Erfolge kaum. Wegen des erhöhten Testosterongehalts ihres Körpers musste sie sich Zweifel an ihrem Geschlecht gefallen, unwürdige intime Untersuchungen über sich ergehen lassen. Der Leichtathletik-Weltverband hat nach jahrelangem Hin und Her eine Lex Semenya erwirkt, nach der sie ihren Hormonpegel vor einem wichtigen Wettbewerb mit Medikamenten regulieren solle. Semenya verzichtete lieber auf die WM 2019. Soll hier eine dominierende Läuferin aus dem Verkehr gezogen werden, wie in Südafrika geargwöhnt wird? Oder geht es hier um die Debatte über Gender, Intersexualität, Körperlichkeit? Die Frage ist elf Jahre nach Semenyas erstem WM-Triumph noch nicht beantwortet. Peter Ahrens

Megan Rapinoe: Haltungsspielerin

Fußballspielerin Megan Rapinoe

Fußballspielerin Megan Rapinoe

Foto: Benoit Tessier/ REUTERS

Es gibt viele Arten von Fußballern, für sie existieren auch reichlich Bezeichnungen (Schwalbenkönig, Elfmeterkiller, Schönwetterspieler und so weiter). Aber für die Fußballerin Megan Rapinoe musste man einen weiteren Begriff in das Fußballlexikon aufnehmen: Rapinoe ist eine Haltungsspielerin, und damit ist nicht ihre Körpersprache gemeint. Rapinoe, 34 Jahre, hat dieses Fußballjahrzehnt auch wegen ihrer WM-Erfolge 2015 und 2019 geprägt, aber vor allem, weil sie den Fußball für politische Proteste nutzte. 2012 war sie die erste US-Fußballerin, die sich öffentlich zu ihrer Homosexualität bekannte. Seither ist sie ein wichtiges Gesicht der LGBTQ-Bewegung. Sie kämpft auch gegen die Diskriminierung von schwarzen Mitbürgern, legt sich mit dem US-Präsidenten Donald Trump an und setzt sich für die Anerkennung der sportlichen Leistungen im Fußball der Frauen ein. Jan Göbel

Neymar: Der Rekordmann

Fußballspieler Neymar

Fußballspieler Neymar

Foto: David Ramos/ FIFA via Getty Images

Es gibt ganz wenige Fußballspieler, die Technik, Geschwindigkeit und Spektakel derart miteinander vereinen wie der Brasilianer Neymar. Dass der 27-Jährige in dieser Liste auftaucht, hat aber nur am Rande mit seiner fußballerischen Qualität zu tun. Neymar ist der Spieler, für den im vergangenen Jahrzehnt am meisten Ablösegeld gezahlt wurde: Bei seinen Wechseln vom FC Santos zum FC Barcelona und von dort zu Paris Saint-Germain flossen insgesamt 310 Millionen Euro. Sein Transfer nach Paris 2017 für 222 Millionen Euro verrückte die Grenze des Vorstellbaren auf dem Transfermarkt. Zunächst war die Empörung über diese Entfesselung des Marktes groß. Doch weil Neymars Ablösesumme so gigantisch ausfiel, wirken 126 Millionen Euro für den 19 Jahre jungen João Félix (im Sommer von Benfica zu Atlético Madrid) nicht mehr völlig absurd. Mit Neymar hat sich der Maßstab auf dem Fußballmarkt verschoben. 2017 hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß noch gesagt: "Die Wärme, die Familie, das ist die Antwort des FC Bayern auf die Neymars dieser Welt." 2019 zahlten die Münchner 80 Millionen Euro für Lucas Hernández - einen damals schwer am Knie verletzten Verteidiger. Jörn Meyn

Magnus Carlsen: Der erste Popstar des Schachs

Schachspieler Magnus Carlsen

Schachspieler Magnus Carlsen

Foto: Jon Olav Nesvold/ imago images/ Bildbyran

Die besten Schachspieler der Welt sind Computer. Die größte Bedeutung für das Schach aber hatte im vergangenen Jahrzehnt ein Mensch: Weltmeister Magnus Carlsen. In der Historie des königlichen Spiels gab es viele Wunderspieler, aber keinen wie ihn. Der Norweger hat dem Schach wieder popkulturelle Bedeutung verliehen. Carlsens Partien sind in seiner Heimat Norwegen TV-Events, international interessiert kein Spieler so wie er. Vom "Time"-Magazin wurde er einst unter die Top 100 der einflussreichsten Persönlichkeiten gewählt. Gastauftritte in den Comicwelten von Entenhausen und Springfield, reale Showpartien gegen Bill Gates und Mark Zuckerberg: Carlsen weiß, wie er sich vermarkten kann - seit einiger Zeit auch mithilfe einer eigenen App. Dort kann jeder gegen Carlsens programmiertes Ich spielen, um sich einmal mit dem ersten Popstar des Schachs zu messen. Florian Pütz

Serena Williams: Auf einen Titel kommt es nicht an

Tennisspielerin Serena Williams

Tennisspielerin Serena Williams

Foto: Jason Reed/ REUTERS

14 ihrer 23 Grand-Slam-Titel hat Serena Williams in den Jahren seit 2009 gewonnen, ihren ersten feierte sie 1999 bei den US Open. 20 Jahre Weltklasse, wie bringt man so eine Karriere am besten zu Ende? Im Fall von Serena Williams scheint es nur noch eine richtige Antwort zu geben: indem sie den Rekord von Margaret Court bricht. Die Australierin gewann in den Sechziger- und Siebzigerjahren 24 Grand-Slam-Titel. Williams selbst hat sich dieses Ziel gesetzt, gut möglich, dass sie es nicht erreichen wird. "Ich bin so dicht dran und doch so weit davon entfernt", sagte die 38-Jährige im Herbst, nachdem sie das Endspiel der US Open verloren hatte. Zwei Jahre zuvor wurde Williams Mutter einer Tochter. Bei der Geburt kam es zu Komplikationen, Williams wäre beinahe gestorben. Wenige Monate später stand sie wieder auf dem Platz. Viermal hatte sie seitdem die Chance, einen weiteren der großen vier Titel zu gewinnen, viermal unterlag sie im Finale. Court gewann ihre Titel, als Profis noch gegen Amateure antraten und viele Spielerinnen nicht die weite Reise nach Australien auf sich nahmen, wo Court elf ihrer Grand-Slam-Triumphe feierte. Williams gewann ihre Titel über einen Zeitraum, in dem die Konkurrenz so stark war wie nie zuvor. Und sie hat mit ihrem Weg aus dem Los Angeleser Problemviertel Compton an die Spitze der Tenniswelt den Weg geebnet für Sportler, die ebenfalls nicht privilegiert sind. Serena Williams muss keine Titel mehr gewinnen, um zu beweisen, wie groß sie ist. Lukas Rilke

Simone Biles: Die Fabelhafte

Turnerin Simone Biles

Turnerin Simone Biles

Foto: Laurence Griffiths/ Getty Images

Es ist unverständlich, wie eine Athletin wie Simone Biles, die persönlich in ihrem Sportumfeld so viel Leid ertragen musste, trotzdem zu solchen Fabelleistungen fähig ist. Sie ist die beste Turnerin dieses Planeten, stellte reihenweise Rekorde auf und prägt mit ihrer Athletik und Selbstsicherheit eine ganze Sportart. Sie turnt seit Jahren in einer anderen Dimension. Biles wurde - wie viele ihrer US-Kolleginnen - von Teamarzt Larry Nassar missbraucht. Sie und ihre Teamkolleginnen wurden vom eigenen Verband nicht unterstützt, gar verraten. Der über Jahrzehnte dauernde Missbrauch und das System, das ihn deckte - all das enthüllten mutige Sportlerinnen wie Biles. Später einmal wird sie aber nicht als Opfer in Erinnerung bleiben. Dafür ist ihr sportliches Vermächtnis mit vier olympischen Goldmedaillen und 19-fachem WM-Gold schon jetzt zu groß. Wer ihren bei der WM 2019 in Stuttgart gezeigten Triple-Double-Salto auf der Bodenmatte noch nicht gesehen hat, sollte das nachholen. Der Anblick macht sprachlos. Marcus Krämer

Raheem Sterling: Der Lautsprecher

Fußballspieler Raheem Sterling

Fußballspieler Raheem Sterling

Foto: Maja Hitij/ Getty Images

Als der damals 20 Jahre alte Raheem Sterling 2015 für rund 64 Millionen Euro von Liverpool zu Manchester City wechselte, wurde er nicht nur zum bis dahin zweitteuersten Transfer der Premier-League-Geschichte. Er galt fortan als Hoffnungsträger des englischen Fußballs. Sterling wurde den Erwartungen gerecht. An 157 Toren war er in 216 Einsätzen für City beteiligt, er gilt als Säule der wiedererstarkten Nationalmannschaft, er ist angekommen in der Weltklasse. Aber das ist nur die sportliche Geschichte des Raheem Sterling. Die andere geht so: Kein anderer Aktiver hat Rassismus im Fußball so deutlich angeprangert wie Sterling. In einer Zeit, in der viele Agenten und Vereine den Profis raten, zu heiklen Themen zu schweigen, wurde er zum Lautsprecher. Sterling, geboren in Jamaika, aufgewachsen in London, entlarvte etwa die bisweilen rassistische Berichterstattung des Boulevards. In einem Beitrag für die britische "Times" erklärte Sterling, was ihn antreibe: "Ich will nicht, dass die nächste Generation so leiden muss wie ich." Danial Montazeri

Lindsey Vonn: Die Kämpferin

Skifahrerin Lindsey Vonn

Skifahrerin Lindsey Vonn

Foto: Alexander Hassenstein/ Getty Images

Profisportler leiden so häufig unter Depressionen wie ihre Mitmenschen. Nur wird die Krankheit selten publik gemacht. Denn wer depressiv ist, droht in der Öffentlichkeit als schwach angesehen zu werden. Das passt scheinbar nicht zum Spitzensport. Lindsey Vonn ging das Risiko trotzdem ein - und blieb eine starke, erfolgreiche und anerkannte Athletin. 2002, mit 17 Jahren, traten bei ihr erstmals Symptome auf, 2008 hatte Vonn eine besonders schlimme Phase der Depression, wie sie vier Jahre später in einem "People"-Interview erzählte. Vonn muss vermutlich ihr gesamtes Leben Antidepressiva nehmen. In ihrer fast 20-jährigen Karriere gewann die US-Amerikanerin 82 Weltcuprennen, drei olympische und acht WM-Medaillen. Vonn ist eine Vorreiterin im Kampf um mehr Wahrnehmung dieser Krankheit im Spitzensport. Marcus Krämer

Colin Kaepernick: Nie eingeknickt

Footballer Colin Kaepernick (M.)

Footballer Colin Kaepernick (M.)

Foto: Marcio Jose Sanchez/ AP

Natürlich ist der Kampf des Footballspielers Colin Kaepernick, 32 Jahre, gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen schwarze US-Bürger ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag. Aber um die Einzigartigkeit seines Protests zu verstehen, muss man sich ein Szenario vorstellen: Sie sind ein sehr begabter Künstler, Sie haben Auftritte vor Zehntausenden Fans und noch nicht den Zenit Ihres Schaffens erreicht. Würden Sie freiwillig auf den Applaus des Publikums verzichten wollen? Nachdem Kaepernick 2016 während der US-Nationalhymne aus Protest auf die Knie gegangen war, wollte kein Team mehr aus der Profiliga NFL diesen begabten Quarterback unter Vertrag nehmen. Finanziell mag Kaepernick weich gefallen sein, er ist heute das Gesicht einer Nike-Kampagne. Aber verbannt zu sein aus der Liga, bedeutet, weit weg zu sein von den vielen Millionen begeisterten Football-Fans in den USA. Kaepernick hat damals den Höchstpreis in einem Sportlerleben bezahlt - für eine Botschaft. Mut gehört zu den unterschätztesten Tugenden im Sport. Colin Kaepernick aber ist vor Konsequenzen nie zurückgeschreckt. Nie eingeknickt. Jan Göbel

Felix Baumgartner: Die Red-Bullisierung des Sports

Extremsportler Felix Baumgartner

Extremsportler Felix Baumgartner

Foto: Red Bull Stratos/ DPA

Am 14. Oktober 2012 fiel Felix Baumgartner in eine neue Dimension: Sein Sprung aus der Stratosphäre aus 38.969 Meter Höhe brach nicht nur diverse Rekorde, er ist auch die wohl spektakulärste Ausprägung davon, dass Sport mittlerweile seine Grenzen überschreitet. In jeder Hinsicht: Sport als Superevent, als Marketing-Coup, als Mega-Thrill. Der Sprung wurde minutiös vom Red-Bull-Konzern geplant, der Red-Bull-Sender Servus TV übertrug zehn Stunden. Der Livestream hatte mehr Zuschauer als die Amtseinführung von Barack Obama. Die Kosten der Aktion betrugen laut Red Bull: 25 Millionen Euro. Der Werbewert: geschätzt eine Milliarde Euro. Der Baumgartner-Sprung passte maßgerecht in die Firmenphilosophie, die den Extremsport auf eine neue Stufe getrieben hat - bis dahin, dass Menschen ihr Leben riskieren mit Flugzeugen, bei Freestyle-Motorcross-Rennen, Extrem-Downhill-Skirennen. Es ist ein Spiel ohne Grenzen geworden, bis in die letzte Ritze kommerzialisiert. Die Red-Bullisierung des Sports hat die Stratosphäre längst hinter sich gelassen. Peter Ahrens

Claressa Shields: Sie schreibt ihre Geschichte

Boxerin Claressa Shields

Boxerin Claressa Shields

Foto: Alex Livesey/ Getty Images

Boxen ist seit 1904 Teil des Olympischen Programms. Doch es dauerte 108 Jahre, bis auch Frauen um Medaillen kämpfen durften. Eine der ersten Olympiasiegerinnen 2012 in London war die US-Amerikanerin Claressa Shields. Vier Jahre später in Rio de Janeiro wiederholte Shields ihren Erfolg, wechselte im Anschluss zu den Profis, wurde in ihrem vierten Profikampf Weltmeisterin im Supermittel- und zwei Kämpfe später auch im Mittelgewicht. Am 10. Januar 2020 kämpft sie im Superwelter um den nächsten Gürtel. Bislang hat es kein Boxer geschafft - weder männlich noch weiblich -, in nur zehn Profikämpfen Weltmeistertitel in drei verschiedenen Gewichtsklassen zu gewinnen. Shields will also ein weiteres Mal Geschichte schreiben. "Herstory" nennt sie das, in Abwandlung des vermeintlich männlichen Begriffs "History". Beeindruckend sind dabei nicht nur ihre Leistungen und die Tatsache, dass sie das Boxen der Frauen in den USA in den Fokus der Öffentlichkeit rückt; Shields war die erste Hauptkämpferin einer Liveübertragung beim TV-Sender "Showtime". Beeindruckend ist vor allem das Tempo, in dem sie all diese Meilensteine erreicht. Claressa Shields ist 24 Jahre jung. Malte Müller-Michaelis

Markus Rehm: Dabei sein ist alles

Leichtathlet Markus Rehm

Leichtathlet Markus Rehm

Foto: Maja Hitij/ Getty Images

Im Weitsprung ist er zweifacher Paralympics-Sieger, Weltrekordhalter, fünffacher Para-Weltmeister - doch sein Traum, auf internationaler Ebene gegen nicht gehandicapte Athleten anzutreten, hat sich für Überflieger Markus Rehm noch nicht erfüllt. Zwar erhielt der unterschenkelamputierte Athlet 2014 die Starterlaubnis für die Deutschen Meisterschaften, sicherte sich dort sogar den Titel, doch dieser Goldsprung sollte sein letzter Start gegen nicht gehandicapte Athleten bleiben. Auch ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten konnte nach Ansicht des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF nicht eindeutig klären, ob Rehm bei seinem Absprung mit der Carbonfeder einen Vorteil hat oder nicht. Aus dem angestrebten Doppelstart bei Olympia 2016 wurde nichts. Mit seiner Siegerweite von den anschließenden Paralympics wäre Rehm bei Olympia Fünfter geworden. Ob er sein Ziel für Tokio 2020 erneut angehen wird, hat der 31-Jährige noch nicht entschieden. So oder so führt der Sport auch dank ihm eine Debatte über Teilhabe gehandicapter Athleten. Sabrina Knoll

Manuel Neuer: Die höchste Ausprägung des Mitspielers

Fußballtorwart Manuel Neuer (l.)

Fußballtorwart Manuel Neuer (l.)

Foto: Mike Hewitt/ FIFA via Getty Images

Es gibt nicht den einen Torwart, der alles veränderte. Vielmehr ist die Evolution des Torwart-Ideals vom Keeper, der nur mit den Händen umgehen kann, zum mitspielenden, technisch versierten Schlussmann ein Prozess. Lew Jaschin war bei Dinamo Moskau und der sowjetischen Nationalelf in den Fünfziger- und Sechzigerjahren für sein sicheres Passspiel und die schnelle Spieleröffnung bekannt. Nach der Regeländerung 1992 (Torwarte durften fortan den Ball nach einem Rückpass vom eigenen Mitspieler nicht mehr in die Hand nehmen) fiel besonders der Niederländer Edwin van der Sar als begabter, mitspielender Schlussmann auf und prägte eine ganze Torwartgeneration. Einer seiner Nachfolger ist Manuel Neuer. Neuers Stil ist vielleicht die bisher höchste Ausprägung des Mitspielers im Tor. Keiner vor ihm verlagerte - wenn es sein musste - sein Spiel so weit vor den eigenen Strafraum. "Manu, der Libero" wurde Neuer bei der WM 2014 genannt, als er im Achtelfinale gegen Algerien das deutsche Weiterkommen mit Ausflügen, Grätschen und Laufduellen gegen die gegnerischen Stürmer sicherte. Man kann auch heute noch ein guter Torwart sein, ohne wirklich mitzuspielen, wie Jan Oblak von Atlético Madrid. Doch Neuer hat das Torwart-Ideal verändert. Jörn Meyn