Comeback in Abu Dhabi Serena Williams greift nach historischem Rekord

Knackt sie die 45 Jahre alte Bestmarke? Serena Williams will noch in diesem Jahr auf die Tennisbühne zurückkehren, um im Januar ihren Titel bei den Australian Open zu verteidigen - und mit Margaret Court gleichzuziehen.

Serena Williams
AFP

Serena Williams


Ein Vierteljahr nach der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia startet Tennisstar Serena Williams am 30. Dezember im Rahmen des Einladungsturniers in Abu Dhabi ihr Comeback im Tenniszirkus. Die 36-Jährige hat seit dem Titelgewinn bei den Australian Open im Januar in Melbourne kein offizielles Match mehr bestritten.

"Ich bin sehr glücklich, dass ich in Abu Dhabi erstmals nach der Geburt meines Kindes wieder auf dem Platz stehen werde", wird Williams auf der Homepage des Ausrichters zitiert. Ihre Gegnerin bei dem Turnier ist French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland. Beide haben noch nie gegeneinander gespielt.

Bei den Australian Open peilt Williams in einigen Wochen die erfolgreiche Titelverteidigung und damit ihren 24. Grand-Slam-Titel an. Damit würde sie den Rekord von Margaret Court einstellen. Die Australierin hatte zwischen 1960 und 1973 insgesamt 24 Grand-Slam-Turniere gewonnen und hält diese Bestmarke bis heute. Steffi Graf, die ihre Karriere bereits im Alter von 29 Jahren beendete, liegt bei 22 Erfolgen.

Williams hatte Anfang 2017 im Finale der Australian Open ihre Schwester Venus bezwungen und damit ihren 23. Titel bei einem sogenannten Major gefeiert. Bei dem Erfolg in Melbourne war sie bereits schwanger. Im September kam ihre Tochter Alexis Olympia Ohanian Jr. zur Welt. Williams hatte angekündigt, nach der Babypause zurückkehren zu wollen.

mkl/sid



insgesamt 6 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 25.12.2017
1. Äpfel und Birnen
Der Rekord von Margaret Court ist eigentlich der falsche Maßstab für Serena Williams, da Court einen Teil dieser Major-Titel vor der Open Era (ab 1968) erlangt hat. Sprich bis 1968 durften nur Amateure und keine Profis an den Turnieren teilnehmen. Der richtige Maßstab ist also sowieso eher Steffi Graf und ihre 22 Siege. Wobei der historisch ältere Spieler immer den Nachteil hat, nicht zu wissen was nach ihm passieren wird. Konkret: Hätte Steffi Graf gewußt, dass irgendwann eine Serena Williams mit über 36 noch erfolgreich Tennis spielt, dann hätte sie ihrerseits vielleicht noch länger gespielt (und auf die 22 noch was drauf gepackt). Wer historisch später kommt, hat also immer den Vorteil genau zu wissen wo der Rekord liegt. Von daher ist die Anzahl der Titel kein wirklich gutes Vergleichs-Kriterium. Ähnliches gilt im Fußball für Tor-Rekorde insbesondere im Zusammenhang mit Gerd Müller. Absolute Zahlen sind weniger wichtig, als die individuellen Zahlen und Erfolge in Relation zur aufgewendeten Zeit (Karriere Dauer).
afropower 25.12.2017
2. Rekord ist Rekord
Seit wann wird es so gerechnet? Was soll das bedeuten? Steffi Graf-22 Siege sind besser als die bisher 23 Siege von Serena Williams? Serena Williams ist auch noch nicht fertig, abwarten! Hinzu muss berücksichtigt werden, dass Monica Seles Anfang der neunziger Jahre unfair beseitigt wurde, sonst wäre vielleicht Steffi Graf gar nicht soweit gekommen.
andromeda793624 26.12.2017
3.
Wenn man das Gesamtpaket betrachtet war Graf besser. Sie war viel dominanter und viel länger Weltranglistenerste.
Michael200669 27.12.2017
4.
Zitat von jean-baptiste-perrierDer Rekord von Margaret Court ist eigentlich der falsche Maßstab für Serena Williams, da Court einen Teil dieser Major-Titel vor der Open Era (ab 1968) erlangt hat. Sprich bis 1968 durften nur Amateure und keine Profis an den Turnieren teilnehmen. Der richtige Maßstab ist also sowieso eher Steffi Graf und ihre 22 Siege. Wobei der historisch ältere Spieler immer den Nachteil hat, nicht zu wissen was nach ihm passieren wird. Konkret: Hätte Steffi Graf gewußt, dass irgendwann eine Serena Williams mit über 36 noch erfolgreich Tennis spielt, dann hätte sie ihrerseits vielleicht noch länger gespielt (und auf die 22 noch was drauf gepackt). Wer historisch später kommt, hat also immer den Vorteil genau zu wissen wo der Rekord liegt. Von daher ist die Anzahl der Titel kein wirklich gutes Vergleichs-Kriterium. Ähnliches gilt im Fußball für Tor-Rekorde insbesondere im Zusammenhang mit Gerd Müller. Absolute Zahlen sind weniger wichtig, als die individuellen Zahlen und Erfolge in Relation zur aufgewendeten Zeit (Karriere Dauer).
Der Punkt ist. Steffi Graf wußte wann Schluß ist. Denn ihr Körper wollte nicht mehr.
jean-baptiste-perrier 27.12.2017
5.
Die Frage wer besser ist/war lässt sich objektiv eben auch anhand von reinen Zahlen überhaupt nicht beantworten. Das ist immer eine subjektive Bewertung, wen man persönlich für den/die Beste/n hält. Rekorde (sprich Zahlenstatistiken) sind schön und gut, bloß eben auch kein eindeutiges Beweismittel für besser oder schlechter. Eben auch weil dabei die unterschiedlichen Konkurrenz-Situationen zu verschiedenen Zeiten ausgeblendet bleiben.
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