Handball Champions League Flensburg beginnt furios - und scheidet doch im Viertelfinale aus

Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel hätte die SG Flensburg-Handewitt in Veszprém eine Sensation zum Weiterkommen benötigt. Diese schien nach einer starken Anfangsphase sogar möglich.

Enttäuschte Flensburger nach dem Hinspiel
Frank Molter/DPA

Enttäuschte Flensburger nach dem Hinspiel


Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei KC Veszprém 25:29 (14:17) verloren. Bereits beim Hinspiel in Flensburg hatten die Ungarn 28:22 (14:14) gesiegt. Damit hat der Deutsche Meister zum vierten Mal in Folge das Final Four verpasst - die Bundesliga wird am ersten Juni-Wochenende wie in den zwei vergangenen Jahren nicht vertreten sein.

Fantastischer Start der SG

"Die erste Hälfte mit fünf Toren gewinnen, die zweite mit zwei - dann wären wir weiter" - das gab SG-Geschäftsführer Dierk Schmächke vor der Partie als ideales Szenario aus. Und seine Flensburger begannen dementsprechend: Als Hampus Wanne nach 5:52 Minuten zum 5:0 für die Gäste traf, schien die Stimmung in der mit 5.000 Zuschauern ausverkauften Veszprém Arena zu kippen.

Die Erinnerung an das "Kielce-Trauma" wuchs bei den Gastgebern von Minute zu Minute - 2016 hatten die Ungarn im Finale der Champions League einen Neun-Tore-Vorsprung gegen das polnische Spitzenteam verspielt.

Veszpréms Trainer reagiert

Doch Veszpréms Trainer David Davis traf die richtigen Entscheidungen: Im Feld brachte er mit Andreas Nilsson Stabilität ins Spiel und auch der Torwartwechsel hin zum bereits im Hinspiel überragenden Roland Mikler wirkte sich positiv auf sein Team aus: Mikler hielt direkt einige schwierige Bälle, vorne trafen vor allem der Ex-Flensburger Kentin Mahé und Dragan Gajic, der in der ersten Hälfte jeden seiner sechs Versuche im Gästetor versenken konnte.

In der 20. Minute glichen die Ungarn zum ersten Mal aus, in der 26. Minute gingen sie erstmals in Führung und zur Halbzeit hatten sie sich bereits einen 17:14-Vorsprung herausgeworfen.

Hier das Team, dort Wanne

In der zweiten Hälfte geriet der 25-fache ungarische Meister nicht weiter in Gefahr, da Davis die ganze Tiefe seines erstklassig besetzten Kaders nutzen konnte: insgesamt zwölf Akteure trugen sich in die Torschützenliste ein. Bei Flensburg überzeugten offensiv vor allem Wanne (sieben Treffer), Rasmus Lauge und Simon Hald Jensen (jeweils vier).

Beim Final Four in Köln hat Veszprém nun die Chance, zum ersten Mal den Titel in der Champions League zu gewinnen. 2002, 2015 und 2016 scheiterten sie jeweils im Finale.

mfu



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