Sieg gegen Argentinien Deutsche Handballer erreichen Hauptrunde

Die Auftaktprobleme bei den deutschen Handballern sind vergessen. Gegen Argentinien drehte die Mannschaft von Trainer Heiner Brand vor allem nach der Pause auf und feierte einen deutlichen Sieg. Morgen geht es gegen Polen um den Gruppensieg.


Hamburg - Deutschlands Handballer haben durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel bei der WM vorzeitig die Hauptrunde erreicht. Das Brand-Team bezwang Außenseiter Argentinien 32:20. Damit kommt es morgen erneut im Gerry-Weber-Stadion zum Endspiel um den Gruppensieg gegen die ebenfalls schon für die nächste Turnierphase qualifizierten Polen (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Nur der Gewinner aus diesem Spiel startet mit zwei Punkten in die am Mittwoch beginnende Hauptrunde. Dort trifft das deutsche Team auf Tunesien und Slowenien.

Trotz des Jubels nach dem Erfolg war Brand noch nicht zufrieden. "Wir haben noch erheblichen Steigerungsbedarf", sagte der Weltmeister von 1978 und führte aus, wo es noch hapert: "In der Abwehr und bei der Beinarbeit. Im Angriff haben wir noch zu wenig Geduld. Das muss besser werden, die Polen sind personell besser besetzt als wir. Wir haben den notwendigen Respekt."

Vor 11.000 Zuschauern besiegelten Sebastian Preiß (5 Tore) und Christian Zeitz (5) den Sieg. Doch ähnlich wie zum Auftakt gegen Brasilien tat sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auch diesmal mit der unorthodoxen Spielweise der südamerikanischen Mannschaften zunächst schwer. Zudem offenbarte die Deckung der Gastgeber, in der Oliver Roggisch trotz einer Armverletzung spielte, ungewohnte Schwächen.

Erst Ende der ersten Halbzeit konnte sich Deutschland absetzen. Binnen fünf Minuten zog das Team dank einiger Tempogegenstöße von 13:11 auf 17:11 (29.) davon. Gute Noten verdiente sich in dieser Phase Kreisläufer Preiß, der den angeschlagenen Andrej Klimovets (Verdacht auf Muskelfaserriss in der Wade) sehr gut ersetzte.

Im zweiten Abschnitt machte sich dann vor allem der Wechsel im deutschen Tor bemerkbar. Der für Ex-Welthandballer Henning Fritz spielende Johannes Bitter verlieh der Defensive die nötige Stabilität. Da außerdem die Argentinier konditionell immer mehr einbrachen, zogen die Deutschen davon und feierten am Ende einen deutlichen Sieg.

bri/sid



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