13. WM-Titel Biles ist jetzt die erfolgreichste Turnerin der Geschichte

Sie ist eine Klasse für sich: Bei der Turn-WM in Doha hat Simone Biles ihren nächsten Erfolg gefeiert. Die 21-Jährige ist damit die alleinige Rekordhalterin.

Simone Biles
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Simone Biles


Simone Biles hat den insgesamt 13. WM-Titel ihrer Karriere gewonnen und ist damit zur erfolgreichsten Sportlerin der Turn-Historie aufgestiegen. Nachdem die US-Amerikanerin bei den Weltmeisterschaften in Doha zuvor schon die Goldmedaillen im Team und im Mehrkampf geholt hatte, siegte sie erstmals auch am Sprung.

Mit ihrem Allroundsieg war die 21-Jährige am Donnerstag mit dem Weißrussen Witali Scherbo gleichgezogen, der sich zwischen 1991 und 1996 insgesamt zwölf WM-Titel erkämpft hatte.

Diesmal verzichtete Biles auf den von ihr selbst kreierten, gestreckten Vorwärts-Salto mit zwei Schrauben und reduzierte ihn um eine halbe Drehung. Ihr neuer Sprung wird dennoch künftig den Namen "Biles" tragen, weil sie ihn in der Qualifikation vorgestellt hatte. Mit 15,366 Punkten war die viermalige Olympiasiegerin von keiner Konkurrentin zu gefährden. Silber ging an Shallon Olsen aus Kanada (14,516 Punkte), Bronze holte die Mexikanerin Alexa Moreno (14,508). Die 43 Jahre alte Oksana Chusovitina (Usbekistan) belegte in ihrem 14. Sprung-Finale bei einer WM den vierten Rang.

Biles hatte sich nach ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 eine Auszeit gegönnt. Nicht nur, aber auch wegen des Missbrauchsskandals um den langjährigen US-Teamarzt Larry Nassar, unter dem auch sie unmittelbar zu leiden hatte.

Mit dem Turnier in Doha findet zum ersten Mal eine Turn-WM im Mittleren Osten statt. Für Athleten geht es nicht nur um die WM-Titel, sondern auch um die erste Olympia-Qualifikation für die Spiele 2020 in Tokio. Insgesamt werden 14 WM-Medaillensätze vergeben (Männer: acht, Frauen: sechs).

mon/dpa



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ulisses 03.11.2018
1.
Tolle Frau. Diese Akrobaten sollten mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Stattdessen schauen wir stundenlang Leuten zu, die kaum besser oder ästhetischer gegen den Ball kicken als es in der ersten Profikategorie passiert.
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