Turn-Superstar Biles steht erstmals "Triple Double"

Gehockter Doppelsalto mit drei Schrauben: Was Simone Biles bei den US-Meisterschaften in ihrer Bodenkür turnte, hat es im Frauensport noch nicht gegeben. Das Element dürfte bald ihren Namen tragen.

Eine Klasse für sich: Simone Biles
Charlie Riedel AP

Eine Klasse für sich: Simone Biles


Rekord-Weltmeisterin Simone Biles hat für ein Novum im Turnen gesorgt. Die 22 Jahre alte Amerikanerin stand bei den US-Meisterschaften in Kansas City als erste Frau der Welt am Boden einen gehockten Doppelsalto mit drei Schrauben und kreierte damit ein spektakuläres Turnelement. Erst wenn Biles dieses "Triple-Double" genannte Element auch bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart im Oktober turnt, wird es künftig im Regelwerk des Turn-Weltverbandes Fig auch ihren Namen erhalten.

"Ich wollte sehen, wie das aussieht", sagte Biles. Überschwänglicher reagierten ihre Teamgefährtinnen. "Sie macht Sachen, von denen ich nie gedacht hätte, dass die Leute sie machen könnten", sagte die 16-jährige Sunisa Lee. "Es ist ein Riesen-Ding. Niemand hat das zuvor bei den Frauen je geschafft, und sie macht es auch noch besser als die meisten Männer", lobte US-Cheftrainer Tom Forster.

Biles gewann mit 29,400 Punkten (bei den US-Meisterschaften kommen zwei Übungen in die Wertung) nicht nur überlegen den Titel am Boden, sondern holte nach Clara Schroth (1945-1952) als zweite Turnerin den sechsten US-Titel im Mehrkampf. Mit 118,500 Punkten setzte sie sich nach zwei kompletten Vierkämpfen haushoch überlegen vor Sunisa Lee (113,550) und Grace McCallum (111,850) durch.

Biles unterstrich damit ihre Ambitionen auf ihren fünften WM-Mehrkampf-Titel in Stuttgart. Bislang hat die Ausnahmeturnerin 14 Mal WM-Gold erkämpft. Bei den US-Titelkämpfen gewann sie zudem die Titel am Schwebebalken und Sprung.

aha/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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timtimtam 12.08.2019
1. Klosterhalven Biles
Was die Frau Klosterhalven ein dürrer Strich in der Landschaft ist, ist Frau Biles muskulös wie weiß nicht. Gesund ists für beide Damen auf Dauer wohl nicht. Ich gehe bei beiden nicht von Doping aus, sondern abartig hartem Willen und Kampf mit und gegen den eigenen Körper um noch weiter ans Limit des machbaren zu gelangen. Und ohne Veranlagung geht sowas auch nicht. Genetisch vom Körperbau, der allgemeinen Physis und der notwendigen mentalen Stärke... Weiter immer weiter.... Meinen Respekt an alle Athleten da draußen in der Welt die sich auch, aber nicht nur fürs Geld, schinden, auf dem Weg zu Rekorden und (persönlichen) Bestleistungen. Bleibt alle sauber, wenn es nicht mehr weiter geht, dann eben nicht... Macht euch bitte nicht zusätzlich mehr kaputt als biologisch auf natürlichem Wege für jeden einzelnen möglich.... Das Leben ist zu kurz und schön um es der Chemie zu opfern MfG
schweizergardist 12.08.2019
2. @timtimtam
Das ist der schönste Leser-Kommentar, den ich auf SPIEGEL je gelesen habe! Alle Achtung!
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