Ski alpin Böse Stürze überschatten Götschl-Sieg

Bei ihrem Comeback in der Abfahrt kam Hilde Gerg als Elfte unversehrt ins Ziel. Andere hatten beim Weltcup in Haus weniger Glück.


Blieb unverletzt: Hilde Gerg
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Blieb unverletzt: Hilde Gerg

Haus - Die Österreicherin Renate Götschl gewann die von mehreren spektakulären Stürzen unterbrochene Weltcup-Abfahrt in Haus im Ennstal. Die Gesamtweltcupsiegerin lag mit ihrer Zeit von 1:44,00 Minuten allerdings nur fünf Hundertstel vor Isolde Kostner aus Italien (1:44,05). Rang drei belegte Melanie Turgeon aus Kanada (0,08 Sekunden zurück).

Zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften in St. Anton (28. Januar bis 10. Februar) zeigten auch die deutschen Läuferinnen ansteigende Form. Hilde Gerg (Lenggries) landete bei ihrem ersten Abfahrtsstart seit eineinhalb Monaten auf einem für sie glänzenden elften Rang (1,59 Sekunden zurück). Gleich dahinter auf Rang zwölf reihte sich Sibylle Brauner (Aising-Pang/1,70) ein.


"Das war für mich eine gute Fahrt. Ich bin auf einem guten Weg", sagte Gerg, die nach einem Beinbruch am 2. Februar 2000 noch immer um ihre Form ringt, bei der WM aber auf jeden Fall am Start sein wird. Weniger gut lief es für Petra Haltmayr (Rettenberg), die bereits nach 30 Sekunden Fahrzeit nach einem Fahrfehler stürzte, aber unverletzt blieb.


Zahlreiche schwere Stürze


Haltmayr war nicht die einzige Läuferin, die spektakulär zu Fall kam: Am schlimmsten erwischte es die Amerikanerin Alison Powers, die am letzten Tor im Zielhang schwer stürzte und dabei einen Trümmerbruch der linken Kniescheibe erlitt. Die 21-Jährige, die dennoch als 16. über die Ziellinie rutschte, fällt für den Rest der Saison aus. Sie wurde noch am Samstag Nachmittag in der Unfallklinik Salzburg operiert.

Glimpflich davon kamen hingegen die Schweizerin Corinne Rey-Bellet, die Schwedin Pernilla Wiberg und die Österreicherin Brigitte Obermoser, die allesamt in einer Rechtskurve rund 20 Sekunden vor dem Ziel in die Fangnetze flogen. Rey-Bellet erlitt Prellungen an den Rippen und am Knie, Wiberg zog sich Schürfwunden im Gesicht zu. Die Russin Olesjy Alieva und die Italienerin Marta Antonioli kamen bei ihren Stürzen mit dem Schrecken davon.



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