Ski-WM Janica Kostelic lässt Kroatien jubeln

Zum Abschluss des Damen-Wettbewerbs bei der Ski-WM in St. Moritz hat die Kroatin Janica Kostelic souverän Gold im Slalom gewonnen. Die DSV-Damen spielten wie erwartet keine Rolle.


Siegreiche Janica Kostelic
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Siegreiche Janica Kostelic

St. Moritz - Kroatiens Skistar Janica Kostelic ist neue Weltmeisterin im Slalom. Die dreifache Olympiasiegerin verwies am Samstag in St. Moritz in 1:39,55 Minuten Marlies Schild aus Österreich mit 0,63 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei und holte nach Gold in der Kombination ihren zweiten Titel bei dieser WM.

Damit setzte sich die dreifache Olympiasiegerin von Salt Lake City auch in St. Moritz die Krone der Ski-Königin auf. Dabei waren die Vorraussetzungen für den Kostelic-Triumph, der von den zahlreich vertretenen Skifans aus Kroatien frenetisch gefeiert wurde, diesmal garnicht so günstig. "Ich habe gegen meine Schmerzen gekämpft", sagte die Gesamt-Weltcupsiegerin von 2001, die mit starken Knieproblemen und einer Schulterprellung ins Rennen ging.

Die Bronzemedaille gewann Nicole Hosp (1:40,46) aus Österreich. Vierte wurde die Schwedin Anja Pärson, die einen sensationellen zweiten Lauf hinlegte, nachdem ein Patzer im ersten Durchgang sie auf dem 15. Rang zurückwarf.

Nur Bergmann im Ziel


Einmal mehr Ernüchterung herrschte im deutschen Lager. Monika Bergmann (Lam) kam als einzige Deutsche ins Ziel und belegte in 1:41,70 Minuten lediglich den dreizehnten Platz. Im ersten Durchgang hatte sie noch auf dem achten Platz gelegen. Martina Ertl (Lenggries) schied im zweiten Durchgang aus, Annemarie Gerg (Lenggries) und Maria Riesch (Partenkirchen) waren bereits im ersten Lauf ausgefallen.

Kroatische Skifans jubeln über den Kostelic-Triumph
AP

Kroatische Skifans jubeln über den Kostelic-Triumph

Für den Deutschen Skiverband (DSV) steht somit wie bei den Titelkämpfen 1999 eine Nullnummer und das insgesamt schlechteste WM-Ergebnis seit 1982 zu Buche. Kein Wunder, dass Cheftrainer Wolfgang Maier nach dem kollektiven Debakel nicht zum Lachen zu Mute war. Auch Bergman war reichlich zerknirscht, nachdem sie den zweiten Durchgang viel zu zaghaft angegangen war. "Das war unter aller Kanone", zog sie ein ernüchterndes Fazit nach dem Slalom.



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