Skilanglauf Axel Teichmann bricht WM-Bann

Fast 30 Jahre hatte Deutschland auf WM-Gold im klassischen Langlauf der Männer warten müssen. Bei den Titelkämpfen im italienischen Valle di Fiemme beendete Axel Teichmann die Negativserie. Der 23-Jährige war von keinem Konkurrenten zu stoppen.

Val di Fiemme - Teichmann setzte sich am Freitag über 15 Kilometer im klassischen Stil durch. Der Läufer aus Lobenstein benötigte 35:47,5 Minuten und lag im Ziel 6,9 Sekunden vor dem Esten Jaak Mae. Bronze sicherte sich der Norweger Frode Estil, der 8,5 Sekunden zurück lag.

Teichmann gewann die erste deutsche Goldmedaille im klassischen Langlauf seit dem WM-Titel des Oberhofers Gerhard Grimmer 1974 über 50 Kilometer. Fast hätte es in dem Rennen in Valle di Fiemme eine zweite Medaille für Deutschland gegeben.

Andreas Schlütter, der zwei Kilometer vor dem Ziel noch direkt hinter Teichmann gelegen hatte, verfehlte mit 22,9 Sekunden Rückstand als Fünfter Edelmetall am Ende nur knapp. Die gleiche Platzierung hatte der Oberhofer schon am Mittwoch über 30 Kilometer erreicht.

Teichmann mit zweiter Goldchance am Sonntag

"Als ich nach der ersten Runde hörte, dass ich die Bestzeit habe, habe ich mit einer Medaille geliebäugelt", sagte Teichmann, der 1999 bei den Junioren Weltmeister geworden war und im Dezember vergangenen Jahres sein erstes Weltcuprennen gewonnen hatte.

"Ich hatte mich eigentlich gar nicht besonders auf dieses Rennen vorbereitet. Ich dachte, dass ich im Jagdrennen am Sonntag die größten Chancen habe", sagte Teichmann. Der neue Weltmeister ist nun auch einer der Favoriten für die Verfolgung über je 10 Kilometer klassisch und im Freistil.

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