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09. Oktober 2013, 19:41 Uhr

Spielmanipulation

Snooker-Profi Lee wehrt sich gegen Rekordsperre

Zwölf Jahre soll er kein Snooker mehr spielen dürfen - doch das will Stephen Lee nicht hinnehmen. Der Snooker-Profi legt Berufung gegen seine Sperre ein und beteuert seine Unschuld. Er soll Spiele innerhalb eines Matches absichtlich verloren haben.

Hamburg - Der englische Snooker-Profi Stephen Lee hat Einspruch gegen seine Rekordsperre wegen Spielmanipulation eingelegt. Dies gab der Weltverband WPBSA bekannt. Der 38-Jährige war Ende September für zwölf Jahre aus dem Verkehr gezogen worden und hatte umgehend eine Berufung gegen das Urteil angekündigt.

"Der WPBSA ist von Stephen Lees Rechtsanwälten ein Einspruch zugegangen", hieß es in der Mitteilung des Verbands. Der frühere Weltranglistenfünfte setze sich gegen die Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 45.000 Euro und die längste jemals ausgesprochene Sperre zur Wehr. Diese gilt rückwirkend ab dem 12. Oktober 2012. Bis zum 12. Oktober 2024, dem Tag seines 50. Geburtstags, wird Lee nach derzeitigem Stand nicht an Wettbewerben teilnehmen dürfen.

Lee bestreitet, 2008 und 2009 insgesamt sieben Partien verschoben zu haben, darunter eine bei der Weltmeisterschaft 2009. Ihm wird zur Last gelegt, absichtlich einzelne Spiele innerhalb eines Matches verloren zu haben, weil es darauf ebenso Wetten gegeben haben soll wie auf das exakte Endergebnis. "Ich bin am Boden zerstört, weil ich nichts falsch gemacht habe", sagte der mutmaßliche Betrüger der BBC.

ham/sid

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