Nach schwerem Unfall Flörsch plant ihr Comeback in Monza

Etwas mehr als hundert Tage nach ihrem schweren Unfall in Macao will Sophia Flörsch in den Motorsport zurückkehren. Die Formel-3-Pilotin kündigte erste Testfahrten auf dem Kurs in Monza an.

Sophia Flörsch
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Sophia Flörsch


Sophia Flörsch wird im März ihre Rückkehr in den Motorsport feiern - knapp vier Monate, nachdem sie auf dem Stadtkurs von Macao schwer verunglückt war. "Es wird ein aufregender Moment, wieder hinter dem Steuer eines Rennwagens zu sitzen", wird die Formel-3-Pilotin in einer Pressemitteilung zitiert.

Für den 6. März sind erste Testfahrten im italienischen Monza geplant, Flörsch wird dann wieder für den Rennstall Van Amersfoort Racing fahren. Die 18-Jährige fügte mit Dank an ihren Rennstall an, es sei "ein schönes Gefühl, zu wissen, dass Menschen an mich glauben". Die Formel-3-Saison startet Anfang Mai am Hockenheimring.

Flörsch war auf dem engen Kurs von Macao beim Weltfinale der Formel 3 schwer verunglückt und hatte sich einen Halswirbelbruch zugezogen. Die Fahrerin hatte auf der Geraden vor der Lisboa-Kurve die Kontrolle über ihren Rennwagen des niederländischen Van-Amersfoort-Teams verloren, nachdem sie zuvor mit einem Konkurrenten kollidiert war. Ihr Auto hob dann mit mehr als 250 Stundenkilometern ab und krachte ungebremst durch die Fangzäune in mehreren Metern Höhe gegen Schutzplanken.

aha



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zaunreiter35 25.02.2019
1. Recht hat sie!
Schließlich muss ja auch wieder ein Skispringer nach einem Sturz erneut von der Schanze springen, ein Reiter wieder auf seinem Pferd sitzen oder wenn jemanden die Streif oder die Saslong abgeworfen hat, da wieder runterfahren.
colinchapman 25.02.2019
2. riskantes Spiel
Zitat von zaunreiter35Schließlich muss ja auch wieder ein Skispringer nach einem Sturz erneut von der Schanze springen, ein Reiter wieder auf seinem Pferd sitzen oder wenn jemanden die Streif oder die Saslong abgeworfen hat, da wieder runterfahren.
Aber nach Möglichkeit erst, wenn die Folgen des Sturzes ausgeheilt sind. Ein Wirbelbruch wie ihrer (der Halswirbel C4 mußte mit einem Stück Hüftknochen rekonstruiert werden) braucht ein halbes bis dreiviertel Jahr, bis er wieder komplett verknöchert ist. Sollte sie vorher einsteigen, kann ein normalerweise harmloser Dreher mit Einschlag in einen Reifenstapel sie in den Rollstuhl bringen. Um nicht falsch verstanden zu werden: ich befürworte, dass sie weitermacht, bei männlichen Kollegen würde das niemand in Frage stellen. Aber ich halte den Zeitpunkt ihres Wiedereinstiegs für verfrüht.
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