Sorge vor Olympia Über 100 Rennpferde in Hongkong an Virus erkrankt

Im kommenden Jahr sollen in Hongkong die olympischen Reiter-Wettbewerbe ausgetragen werden. Die Organisatoren sind derzeit besorgt, denn unter den Rennpferden grassiert ein schlimmes Virus. Dabei wurde der Standort ausgerechnet aus Angst vor Seuchen gewählt.


Hamburg - In Hongkong sind 132 Rennpferde an einem Herpesvirus erkrankt. Obwohl die Pferde gegen die Krankheit geimpft waren, leiden sie unter leichtem Fieber und Schwellungen an den Läufen. Außerdem weisen sie leichte Blutabnormalitäten auf.

Ein Sprecher des Hong Kong Jockey Clubs sagte, bei dem Herpesvirus handele es sich um die schwerste Epidemie in der Geschichte dieser Region. Er vermutet, dass sich das Virus durch die gemeinsame Nutzung von Reitzeug verbreitet habe. Das wechselhafte Wetter der vergangenen Wochen habe die Ausbreitung des Virus' begünstigt.

Hongkong hat eine lange Reitsporttradition. In drei Wochen findet dort der prestigeträchtige Queen Elizabeth II. Cup statt. Die olympischen Wettbewerbe im nächsten Jahr sieht ein Sprecher des Organisationskomitees nicht in Gefahr. Die Quarantänemaßnahmen seien ausreichend.

Die Organisatoren hatten die Reiter-Wettbewerbe der Spiele im August 2008 in Peking wegen drohender Pferdeseuchen nach Hongkong verlegt. Diese Entscheidung war in Reiter-Kreisen scharf kritisiert worden. Es wurde vermutet, dass mit der Einbindung Hongkongs dessen Zugehörigkeit zu China demonstriert werden soll.

maa/sid/ap



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