Spanien-Rundfahrt Zabel besiegt Sprint-König Petacchi

Selbst im Herbst der Saison beweist Radprofi Erik Zabel, dass immer noch mit ihm zu rechnen ist. Bei der zehnten Etappe der Spanien-Rundfahrt behielt der Telekom-Kapitän im Dauerduell mit dem Italiener Alessandro Petacchi die Nerven und sicherte sich seinen ersten Etappensieg bei der diesjährigen Vuelta.


Erik Zabel in Spanien: "Eine Etappe, wie wir sie uns gewünscht haben"
AFP

Erik Zabel in Spanien: "Eine Etappe, wie wir sie uns gewünscht haben"

Sabadell - Auf dem Schlussspurt des mit 194 Kilometer längsten Vuelta-Teilstücks von Andorra nach Sabadell setzte sich Zabel nach 4:10:51 Stunden gegen Petacchi und dem Bianchi-Profi Fabrizio Guidi aus Italien durch. Spitzenreiter im Gesamtklassement bleibt Isidro Nozal (Spanien).

Zabel entschied diesmal den Zweikampf mit Petacchi klar für sich. Der Italiener, der schon zwei Etappen bei dieser Vuelta gewonnen hat und bei der Tour de France bis zu seinem Ausscheiden vier Mal erfolgreich war, übernahm frühzeitig die Spitzenposition. Zabel hielt sich klug in seinem Windschatten und kam im Finish zum Erfolg. Es war sein elfter Saisonsieg.

"Das war eine Etappe, wie wir sie uns gewünscht haben", freute sich Telekoms sportlicher Leiter Mario Kummer, "wir sind von Anfang an mitgefahren, weil wir immer die Chance auf diesen Sieg gesehen haben. Wenn es so endet, ist das einfach genial. Ein Erfolg über Petacchi stärkt natürlich zusätzlich das Selbstbewusstsein - auch in Richtung Weltmeisterschaft."

Auf der schnellen Etappe vor dem Ruhetag am Dienstag lagen zeitweise sechs Fahrer mit 2:30 Minuten Vorsprung vorn, wurden aber schnell wieder eingeholt. Zum Niederländer Karsten Kroon schlossen danach Beat Zberg (Schweiz) und der Spanier Garcia Calvo auf. Aber auch sie waren chancenlos, als die Sprinter-Teams Ernst machten.

Nicht mehr im Rennen ist der Franzose Richard Virenque, der nach der neunten Etappe disqualifiziert wurde. Der Kletter-Star, der bei der Tour de France eine Etappe gewonnen hatte und das Bergtrikot gewann, ließ sich am Berg von seinem Teamfahrzeug über längere Zeit ziehen.



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