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17. Dezember 2015, 16:30 Uhr

Doping in der Leichtathletik

Gesamte Rusada-Führung tritt zurück

Die Doping-Enthüllungen um die russische Leichtathletik haben Konsequenzen: Die Spitze der Anti-Doping-Kommission Rusada hat ihren Rücktritt erklärt. Der Kommission war vorgeworfen worden, nichts gegen die Doper unternommen zu haben.

Nach dem aufsehenerregenden Skandal in der russischen Leichtathletik ist die Spitze der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada geschlossen zurückgetreten. "Alle vier Top-Funktionäre, inklusive des geschäftsführenden Direktors Nikita Kamajew, haben ihre Ämter aufgegeben", sagte eine Rusada-Sprecherin der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Dazu gehört auch der Generaldirektor Ramil Chabrijew, der bereits in der vergangenen Woche seinen Rücktritt erklärt hatte. Der Rückzug der übrigen Rusada-Führung soll bereits zuvor erfolgt sein. Zur Nachfolgerin Chabrijews war Anna Anzeliowitsch ernannt worden.

Die unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte Anfang November in ihrem Bericht massive Dopingverfehlungen in der russischen Leichtathletik festgestellt. Daraufhin war der russische Verband Araf aus dem Weltverband IAAF ausgeschlossen worden. Zudem suspendierte die Wada die Rusada und entzog dem Moskauer Anti-Doping-Labor die Akkreditierung.

Russlands Leichtathleten droht wegen des Skandals auch das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im kommenden Jahr.

aha/dpa

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