Springreiten Deutsche Reiter gehen leer aus

Der große Favorit stürzte ab. Ludger Beerbaum, fünffacher Olympiasieger und erster Anwärter auf Gold, leistete sich in der Einzelkonkurrenz erstaunlich viele Fehler. Marco Kutscher verfehlte die Bronzemedaille denkbar knapp.


Gold in weiter Ferne: Nach zwei Abwürfen im ersten Umlauf liegt Ludger Beerbaum weit hinten
DPA

Gold in weiter Ferne: Nach zwei Abwürfen im ersten Umlauf liegt Ludger Beerbaum weit hinten

Athen - Ludger Beerbaum ist zwei Tage nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Mannschaft abgestürzt. In der Einzelkonkurrenz belegte der 41-Jährige nur den 16. Rang und blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Cian O'Connor siegte mit seinem Pferd Waterford Crystal überraschend und holte als erster Ire überhaupt den Olympiasieg beim Springreiten. Bester Deutscher war Marco Kutscher (Hörstel) mit Montender, der den undankbaren vierten Platz belegte. Er verpasste das Stechen um Silber und Bronze nach einem Zeitfehler um ganze sieben Hundertstelsekunden. Otto Becker (Sendenhorst) kam mit Cento und 21 Fehlerpunkten auf den enttäuschenden 19. Platz.

"Nach den letzten Tagen in der großen Hitze hat den Pferden die nötige Frische gefehlt", kommentierte Beerbaum seine acht Fehlerpunkte aus dem ersten Umlauf, in dem nur zwei Reiter fehlerlos waren. Silber holte sich der Brasilianer Rodrigo Pessoa vor dem Amerikaner Chris Kappler.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.