Doping in der Leichtathletik Sprinter Powell kämpft vor dem Cas gegen seine Sperre

Der jamaikanische Sprinter-Star Asafa Powell zieht vor den Sportgerichtshof Cas: Die 18-monatige Sperre wegen eines positiven Dopingtests hält der frühere Weltrekordler für unfair und nicht gerechtfertigt.

Sprinter Powell: "Offensichtlich ungerecht"
AFP

Sprinter Powell: "Offensichtlich ungerecht"


Hamburg - Der frühere Sprint-Weltrekordler Aasafa Powell will seine 18-monatige Dopingsperre nicht akzeptieren und den Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne anrufen. Die Entscheidung der jamaikanischen Anti-Doping-Agentur sei "nicht nur unfair, sie ist offensichtlich ungerecht", sagte der 31-jährige Jamaikaner.

Die Strafe hatte eine Disziplinarkommission der Anti-Doping-Agentur seines Heimatlandes ausgesprochen. Da der positive Test des Jamaikaners vom 21. Juni 2013 stammt, ist Powell bis zum 20. Dezember dieses Jahres suspendiert. Der Staffel-Olympiasieger von 2008 war mit dem Stimulanzium Oxilofrin erwischt worden, das in einem Nahrungsergänzungsmittel enthalten war.

Im Zuge der Kontrollen waren vier weitere Teamkollegen, unter ihnen die Sprinterin Sherone Simpson, überführt worden. Simpson wurde ebenfalls für 18 Monate gesperrt. In dieser Woche war außerdem Diskuswerferin Allison Randall von der jamaikanischen Anti-Doping-Behörde mit einer Sperre von zwei Jahren belegt worden.

Powell hat immer bestritten, die Substanz vorsätzlich eingenommen und wissentlich gedopt zu haben. Labortests hatten ergeben, dass das verbotene Oxilofrin in einem der Nahrungsergänzungsmittel enthalten war, das er und Simpson eingenommen hatten.

Powell war 2008 mit Jamaikas Staffel Olympiasieger über 4x100 Meter geworden. Er hielt den Weltrekord (9,74 Sekunden), ehe dieser von Landsmann Usain Bolt verbessert wurde.

psk/sid

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