Stabhochspringer Barber Sex führte zu positivem Dopingtest

Kurz vor den Olympischen Spielen wurde Stabhochspringer Shawn Barber positiv auf Kokain getestet. Jetzt kam heraus: Es lag an einem One-Night-Stand.

Shawn Barber
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Shawn Barber


Es war ein "absoluter Schock". Kurz vor den Olympischen Spielen in Rio war der Kanadier Shawn Barber bei einem Dopingtest aufgefallen: Er wurde positiv auf Kokain getestet. Gesperrt wurde der 22-Jährige trotzdem nicht. Jetzt hat der kanadische Leichtathletikverband erklärt, dass die Dopingprobe durch einen One-Night-Stand zustande kam.

Barber habe das Ergebnis "glaubhaft auf einen einmaligen sexuellen Kontakt mit einer Internetbekanntschaft" zurückführen können. Diese hatte zuvor offenbar Kokain konsumiert, dadurch wurde Barber kontaminiert.

Der Leichtathlet hatte die Frau nach eigenen Angaben einen Tag vor seiner Teilnahme an den kanadischen Meisterschaften in Edmonton getroffen. Dort hatte er mit ihr Sex gehabt, um "vor dem Wettkampf Stress abzubauen". Am Folgetag kam es zu dem positiven Dopingtest.

Bei seiner Anhörung überzeugte Barber mit dieser Erklärung das Sportgericht. Das "Canadian Center of Ethics in Sport", das für das nationale Anti-Doping-Programm in Kanada verantwortlich ist, hatte eine vierjährige Sperre gefordert. Der kanadische Verband entschied sich kurz vor den Leichtathletikwettbewerben der Olympischen Spiele jedoch gegen einen Ausschluss. Der kanadische Meistertitel aus Edmonton wurde Barber allerdings aberkannt.

aev



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