Rassismus-Skandal Sterlings Anwalt droht NBA mit Klage

In die Rassismus-Affäre um Clippers-Besitzer Donald Sterling kommt keine Ruhe. Nun hat sein Anwalt in einem Brief angekündigt, die NBA verklagen zu wollen. Die Sanktionen gegen Sterling entbehrten "jeder Berechtigung".

Clippers-Besitzer Sterling: Rechte nicht gewahrt?
REUTERS/ CNN/ AC360

Clippers-Besitzer Sterling: Rechte nicht gewahrt?


Hamburg - Donald Sterling, Noch-Eigentümer des NBA-Klubs Los Angeles Clippers, bleibt in der Rassismus-Affäre auf Konfrontationskurs. Sein Anwalt Matthew Blecher teilte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga laut der Zeitschrift "Sports Illustrated" in einem Brief mit, dass der 80-Jährige die lebenslange Sperre und die Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar nicht akzeptieren werde. "Die Sanktion entbehrt jeder Berechtigung", sagte Blecher. In den USA sind derartige Briefe zumeist Vorläufer von Klagen bei Zivilgerichten.

Laut "Sports Illustrated" betont Blecher in seinem Brief, dass Sterling durch seine aufsehenerregenden Aussagen gegen keinerlei Statuten der NBA verstoßen habe. Außerdem seien in dem ligainternen Verfahren die Rechte seines Mandanten nicht gewahrt gewesen.

Auch Sterling selbst sieht sich angesichts der massiven Kritik an seinen Äußerungen ungerecht behandelt: "Was bin ich, ein Frankenstein? Ich bin eine gute Person. Ich bin eine warmherzige Person", sagte er.

Sterling hatte sich in einem Gespräch mit seiner Freundin diskriminierend gegenüber Schwarzen geäußert, ein Celebrity-Portal hatte die Aufnahme Ende April öffentlich gemacht. Die NBA sperrte ihn darauf auf Lebenszeit und erlegte ihm die höchstmögliche Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar auf.

NBA-Boss Adam Silver hatte bei Bekanntgabe der Strafe gefordert, Sterling solle seinen Klub verkaufen. Dafür ist eine Zustimmung von drei Vierteln der anderen 29 Besitzer notwendig. Der Prozess ist bereits eingeleitet, ein genauer Zeitplan steht jedoch noch nicht.

psk/sid



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
brotherandrew 16.05.2014
1. Die ...
Zitat von sysopREUTERS/ CNN/ AC360In die Rassismus-Affäre um Clippers-Besitzer Donald Sterling kommt keine Ruhe. Nun hat sein Anwalt in einem Brief angekündigt, die NBA verklagen zu wollen. Die Sanktionen gegen Sterling enbehrten "jeder Berechtigung". http://www.spiegel.de/sport/sonst/sterlings-anwalt-droht-nba-mit-klage-a-969816.html
... nicht für die Öffentlichkeit gedachte Äußerung Sterlings ist halb so wild und wurde nachträglich künstlich skandalisiert. Die daraufhin ausgesprochene Sanktion ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern darüber hinaus rechtsstaatswidrig, nachdem der Betroffene zuvor nicht mal angehört wurde. Dies wäre jedenfalls nach deutschem Recht so. Ich Hoffe, dass er klagt und Recht bekommt.
Andr.e 16.05.2014
2.
Zitat von brotherandrew... nicht für die Öffentlichkeit gedachte Äußerung Sterlings ist halb so wild und wurde nachträglich künstlich skandalisiert. Die daraufhin ausgesprochene Sanktion ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern darüber hinaus rechtsstaatswidrig, nachdem der Betroffene zuvor nicht mal angehört wurde. Dies wäre jedenfalls nach deutschem Recht so. Ich Hoffe, dass er klagt und Recht bekommt.
Die Geldstrafe würde ich streichen - wäre mir zu heikel. Dagegen würde ich dem Mann sehr deutlich zu verstehen geben: "Unsere Veranstaltung, Du hast ab sofort Hausverbot."
brotherandrew 16.05.2014
3. So ...
Zitat von Andr.eDie Geldstrafe würde ich streichen - wäre mir zu heikel. Dagegen würde ich dem Mann sehr deutlich zu verstehen geben: "Unsere Veranstaltung, Du hast ab sofort Hausverbot."
... nicht. Er ist Teil der Veranstalter. Letztlich wird versucht, ihn mit einem Berufsverbot zu belegen.
schelmig13 16.05.2014
4. liebevoll herzlich...
ist es wenn man seine Spieler im eigenen Verein rassistisch niedermacht. Das Urteil ist schon in Ordnung, auch wenn dann noch ein Anwalt sich an dieser rassistischen Äußerung beteiligt, in dem er eine Anzeige unternimmt.
Andr.e 16.05.2014
5.
Zitat von brotherandrew... nicht. Er ist Teil der Veranstalter. Letztlich wird versucht, ihn mit einem Berufsverbot zu belegen.
Ernst gemeinte Frage: Inwiefern? Wenn ich das richtig gelesen habe, ist er Besitzer der Clippers?! Er ist also Teil eines Teilnehmers der organisierten Veranstaltung, nicht aber Veranstalter selbst, oder?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.