Sydney 2000 Das McDonald's-Diktat

Weil sich die Fastfoodkette als Hauptsponsor für die Zeit der Olympischen Spiele das Exklusivrecht auf den Namen "Burger" gesichert hat, müssen die anderen Cateringfirmen der Weltsportspiele ihre Burger mit einer eher Ekel erregenden Bezeichnung versehen.


Sydney - Im Prinzip, so könnte man fast meinen, haben jene Firmen, die während der Olympischen Sommerspiele in Sydney ebenfalls "Burger" an den Kunden bringen wollen, noch einmal Glück gehabt. Zwar müssen sie dem Willen des Weltkonzern McDonald's gehorchen, der sie auf Grund der mit den Veranstaltern geschlossenen Verträge dazu verdonnert hat, ihre Burger in der Zeit vom 15. September bis einschließlich 1. Oktober mit dem wenig zu Kauf und Verzehr einladenden Namen Beef patties ("Rindfleischfladen") zu versehen - es hätte aber noch weitaus schlimmer kommen können.

Gerade noch abgebogen werden konnte die Forderung des amerikanischen Branchenriesen, dass andere Firmen zwangsweise Knochen in ihren Hühnchenstücken haben müssten, um sie von den patentierten und panierten Geflügelteilen des olympischen Geldgebers unterscheiden zu können. Allerdings dürfen auch keine Pommes Frites unter dem bei McDonald's üblichen amerikanischen Namen "fries" angeboten werden, stattdessen heißen diese jetzt - nicht ganz unüblich für Australien - "chips".



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