ATP-Masters in Madrid Zverev verabschiedet Ferrer in die Tennisrente

Eine Niederlage zum Karriereende: Der Spanier David Ferrer hat in Madrid gegen Alexander Zverev verloren. Der steht nun als einziger Deutscher im Achtelfinale des Masters-Turniers.

Alexander Zverev (l.) umarmt David Ferrer nach seinem Sieg in Madrid:
Alex Pantling/ Getty Images

Alexander Zverev (l.) umarmt David Ferrer nach seinem Sieg in Madrid:


Tennis-Profi Alexander Zverev hat beim Masters-Turnier in Madrid das Achtelfinale erreicht und ist damit der letzte deutsche Profi im Teilnehmerfeld. Der 22 Jahre alte Weltranglistenvierte aus Hamburg bezwang am Mittwochabend den Spanier David Ferrer 6:4 und 6:1.

Für den 37 Jahre alten Ferrer endete damit eine lange und erfolgreiche Karriere mit einem Gesamtpreisgeld von mehr als 31 Millionen Dollar. Seine höchste Platzierung in der Weltrangliste war Position drei im Jahr 2013. Ferrer gewann insgesamt 27 Turniere auf der ATP-Tour, nur einmal stand er in einem Grand-Slam-Finale: 2013 in Paris. Dort unterlag er in drei Sätzen seinem Landsmann Rafael Nadal.

Gegen Zverev kam Ferrer gut ins Match und lag nach einem Break 4:1 in Führung. Doch Zverev kämpfte sich zurück ins Spiel und übernahm von der Grundlinie mehr und mehr die Kontrolle. Zwei Breaks zum 3:4 und 5:4 waren die Folge. Nach 40 Minuten verwandelte er seinen ersten Satzball. Im zweiten Durchgang glückten Zverev schnelle Breaks zum 1:0 und 3:0. Nach 1:10 Stunden beendete er das Match mit dem ersten Matchball.

Im Achtelfinale trifft Deutschlands bester Tennisspieler und der Vorjahressieger von Madrid nun auf den polnischen Qualifikanten Hubert Hurkacz.

Das Turnier in Madrid dient den Tennisprofis auch als Vorbereitung auf die am 26. Mai beginnenden French Open. Das Grand-Slam-Turnier in Paris ist der alljährliche Höhepunkt der Sandplatzsaison.

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Für Philipp Kohlschreiber war in Madrid in Runde zwei bereits Endstation. Der Augsburger verlor gegen das US-Talent Frances Tiafoe 4:6, 6:3, 3:6. Im Falle eines Sieges wäre im Achtelfinale der spanische Sandplatzspezialist und Weltranglistenzweite Nadal der mögliche attraktive Gegner gewesen. Am Dienstag hatte auch Kohlschreibers Daviscup-Kollege Jan-Lennard Struff den Einzug in die Runde der besten 16 verpasst.

aar/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Celegorm 09.05.2019
1.
Ferrer ist vielleicht das beste Beispiel dafür, wie dünn die Luft an der Tennis-Spitze ist: über Jahre immer konstant vorne dabei, ein solider Spitzenspieler, auch ab und zu was gewonnen, aber für den richtig grossen Erfolg reichte es trotzdem nie. Das sollte auch gerade für Zverev eine Warnung sein. Nur gut ist halt meist nicht gut genug.
goethefreund 09.05.2019
2. Auf die Größe kommt es an
David Ferrer ist ein absoluter Spitzenspieler und er hat höchstwahrscheinlich die ganz großen Erfolge nicht erreicht, weil Tennis eindeutig ein Sport ist, bei dem, ähnlich wie beim Basketball und Handball, eine große Körpergröße ein Vorteil ist. (Eine kleine Körpergröße ist zum Beispiel im Kunstturnen von Vorteil, bzw. Spitzenturner sind selten über 1,7 m groß.) Ein weiterer Tennisspieler, der nicht großgewachsen ist (1,70 m), ist Diego Schwartzman aus Argentinien. Andre Agassi ist immerhin 1,80 m und war dafür erstaunlich erfolgreich. Ich denke, dass David Ferrer mit 1,75 m Körpergröße quasi alles erreicht hat, was er erreichen konnte. Ich wünsche ihm alles Gute.
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