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25. Januar 2018, 11:22 Uhr

Tennis

Görges-Bezwingerin Cornet droht Dopingsperre

Die französische Tennisspielerin Alizé Cornet könnte für zwei Jahre gesperrt werden, weil sie drei Dopingtests innerhalb eines Jahres verpasst hat. "Aus guten Gründen", wie sie behauptet.

Der Tennis-Weltverband ITF ermittelt gegen Alizé Cornet. Die Französin war im vergangenen Jahr bei drei unangekündigten Dopingkontrollen nicht zu Hause angetroffen worden. Zuletzt hatte sie im Oktober einen Test verpasst, wie Cornet in einem Statement auf ihrem Twitter-Account einräumt. Dafür habe es aber "gute Gründe" gegeben, die der Verband "nicht hören wollte".

Laut eigener Aussage ist Cornet in der vergangenen Saison 20 Mal getestet worden, "natürlich" seien alle Tests negativ gewesen. Im März will sie bei einer ITF-Anhörung zum Fall Stellung nehmen.

Der Verband teilte in einer offiziellen Stellungnahme mit, dass das Verfahren gegen Cornet bereits am 11. Januar eingeleitet worden sei, und wies die Anschuldigungen zurück, den "guten Gründen" kein Gehör geschenkt zu haben. Bei allen Tests seien die international gültigen Richtlinien und Standards des Tennis-Anti-Doping-Programms (TADP) befolgt worden.

Im schlimmsten Fall droht Cornet eine Zwei-Jahres-Sperre. Vorerst wird sie weiter am normalen Turnierbetrieb teilnehmen. Nur auf die Fed-Cup-Begegnung zwischen Frankreich und Belgien am 10. und 11. Februar muss sie wegen ITF-Regularien verzichten. Die Weltranglisten-42. hatte bei den Australian Open in der zweiten Runde Julia Görges besiegt, war dann aber gegen die Belgierin Elise Mertens ausgeschieden.

mmm/sid

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