ATP-Finals Murray triumphiert im Endspiel über Djokovic

Es ist der perfekte Saison-Abschluss für Andy Murray: Der Schotte gewann das Endspiel der ATP-Finals gegen seinen Dauerrivalen Novak Djokovic. Mit dem Sieg behauptete Murray auch Platz eins in der Weltrangliste.

Andy Murray im Konfettiregen
AFP

Andy Murray im Konfettiregen


Andy Murray hat zum ersten Mal die ATP-Finals gewonnen. Der schottische Olympiasieger schlug im Finale von London Novak Djokovic 6:3, 6:4 und krönte damit sein furioses Tennis-Jahr.

Für Murray war es der fünfte Turniersieg in Serie. Der 29-Jährige baute seinen Siegeszug zum Jahresende auf 24 Erfolge nacheinander aus. Djokovic dagegen verpasste es, mit einem Sieg auf Platz eins der Rangliste zurückzukehren. Murray gewann in diesem Jahr auch in Wimbledon und beim olympischen Finale in Rio. Gegen Djokovic feierte er im 35. Duell seinen elften Sieg.

Nur einen Tag nach seinem Marathon-Match über 3:38 Stunden gegen Milos Raonic zeigte sich Murray bestens erholt und setzte den Serben mit seinem Aufschlag und seinen Grundschlägen von Anfang an unter Druck. Der 29-Jährige erwischte seinen mit Abstand besten Tag bei diesem Turnier und führte seinen Widersacher in der Schlussphase der Partie phasenweise vor.

Bei Djokovic selbst war von der Leichtigkeit, mit der er Kei Nishikori am Vorabend lediglich zwei Spielgewinne überließ, nichts mehr zu spüren. Der Schützling von Boris Becker leistete sich teilweise ungewöhnlich leichte Fehler am Netz und von der Grundlinie.

Djokovic verlor zum ersten Mal ein Endspiel bei den ATP-Finals. Zuvor hatte er bei fünf Endspiel-Teilnahmen fünfmal den Titel gewonnen, zuletzt in den Jahren 2012 bis 2015 sogar durchgehend. Der Dominator der vergangenen Jahre verpasste es mit dem verlorenen Finale, bei diesen Titeln mit Roger Federer (6) gleichzuziehen. Anders als 2011, 2012, 2014 und 2015 beendet er das Jahr damit auch nicht als Nummer eins, obwohl er zur Jahresmitte noch einen riesigen Vorsprung hatte.

Das Jahr 2016 hatten Djokovic und Murray gemeinsam dominiert. In der ersten Hälfte sicherte sich der Serbe die wichtigen Titel bei den Australian Open und bei den French Open. Obwohl Murray in einer Woche noch einmal 270 Punkte aus dem Davis Cup abgezogen bekommt, wird er das Jahr mit einem deutlichen Vorsprung beenden. Noch am Samstag hatte er im Duell mit Raonic einen Matchball abwehren müssen und beinahe seinen Status als Nummer eins nach zwei Wochen wieder verloren.

luk/dpa



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