Kerber und Zverev beim Hopman Cup "Wir wollen diesmal gewinnen"

In der vergangenen Saison scheiterten Angelique Kerber und Alexander Zverev beim Hopman Cup erst im Finale. Jetzt soll der Titel her. Der Auftakt gegen das starke spanische Team hätte kaum besser laufen können.

Alexander Zverev und Angelique Kerber können zufrieden sein
DPA

Alexander Zverev und Angelique Kerber können zufrieden sein


Die beiden besten deutschen Tennisprofis, Angelique Kerber und Alexander Zverev, starten zusammen in die neue Saison. Beim Hopman Cup im australischen Perth, der inoffiziellen Mixed-Weltmeisterschaft, streben die amtierende Wimbledon-Siegerin und der Gewinner der ATP-Finals ihren ersten gemeinsamen Titel an. Seit 1995, als Boris Becker und Anke Huber das Turnier gewinnen konnten, war kein deutsches Duo mehr erfolgreich.

Ihre erste Begegnung haben Kerber und Zverev gegen Spanien 3:0 gewonnen. Zunächst entschied Kerber ein hochklassiges Match gegen die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Garbiñe Muguruza 6:2, 3:6, 6:3 für sich. "Es ist immer schwer, gegen einen anderen Grand-Slam-Champion zu spielen, und deswegen bin ich wirklich happy, wie ich gespielt habe", sagte Kerber.

Im Anschluss bezwang Zverev den ehemaligen Weltranglistendritten David Ferrer 6:4, 4:6, 7:6 (7:0). Auch das nicht mehr entscheidende Mixed gewannen die Deutschen 4:2, 4:3 (5:3) und übernehmen damit die Tabellenführung in Gruppe A vor Australien, das sich 2:1 gegen Frankreich durchgesetzt hatte.

In Gruppe B trifft Titelverteidiger Schweiz mit Roger Federer und Belinda Bencic auf Großbritannien, Griechenland und die USA. Die beiden Gruppensieger treffen am 5. Januar im Finale aufeinander. Gut möglich, dass es dann zur Neuauflage des vergangenen Endspiels kommt, in dem sich Kerber und Zverev dem Schweizer Team 1:2 geschlagen geben mussten.

"Wir wollen diesmal gewinnen", sagte Zverev nach dem Auftaktsieg. Neben dem möglichen Titel sieht der 21-Jährige den Hopman Cup auch als "perfekte Vorbereitung auf Melbourne". Dort beginnen am 14. Januar die Australian Open, das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

mmm/sid



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
grandma_moses 30.12.2018
1. So kleinkariert es klingt...
...jedoch bin ich durch die Geschehnisse bei der Dart WM leicht beeinflusst worden, weswegen ich hier den Stab für die Wahrheit ergreifen möchte: In Wahrheit sind Zverev und Kerber nicht Deutschlands beste Profis wie im ersten Satz postuliert, es ist eher Deutschlands bester Profi und Deutschlands ca 300. bester Profi, der zufällig eine Frau ist, die hier an den Start gehen. Deutschlands (zwei ) beste Profis dür.ften die beiden Zverev-Brüder sein. Es ist völlig klar, was im Artikel gemeint ist; jedoch leiten mich hier beim Post eindeutig Eindrücke von der Dart-WM zwecks Qualität und Geschlecht von Spitzenathleten und dem Wahrheitsgehalt von Aussagen diesbezüglich. Ich sehe die deutsche Kleinkariertheit in meinem Text durchschimmern, vertrete aber trotzdem einen Geschlechterbegriff, dessen Weltbild nicht durch männliche Dominanz in athletischen Dingen auf die Probe gestellt wird. Sagen, was ist - auch in der Neudefinition des Sexus, die wir seit einigen Jahren erleben - und Frau Kerber taucht nunmal nicht im Dunstkreis der besten deutschen Profis auf. Nun kann das berühmte Mann-Frau-Match der 70er als Vergleich hergezogen werden, ich verweise aber auf ein Spiel vom Anfang der 2000er, als Carl-Uwe Steeb, deutscher Daviscupspieler und kein Top30-Spieler, gegen beide Williams-Schwestern in vollster Blüte jeweils einen Satz spielte. Ergebnis? 6:0 und 6:1.
jean-baptiste-perrier 30.12.2018
2. #1
Es gibt Probleme auf der Welt, die gibt es gar nicht. Wo haben Sie ihre Weihnachtskekse gekauft? Selber gebacken? Da hätte ich gern mal die genaue Zutatenliste! Sorry, aber das ist sowas von unsinnig. Kerber (3 Major Titel bis jetzt) ist nicht Nr. 300, sondern bester aktiver deutscher Tennis Profi noch vor Sascha Zverev (1 x ATP WM bis jetzt). Alles andere ist nicht kleinkariert, sondern purer Chauvinismus oder pervertierter Feminismus.
jean-baptiste-perrier 30.12.2018
3. 2 Top-Favoriten!
Das ist doch ein guter Start für's deutsche Tennis - sprich Kerber und A. Zverev. Insbesondere der Sieg Kerbers gegen Muguruza könnte ein Fingerzeig sein. Nur das deutsche und das schweizer Team haben zwei absolute Top-Spieler. Muguruza, Pouille und S. Williams haben keine echten Top-Spieler an ihrer Seite. Deshalb scheint alles für ein erneutes Finale Schweiz - Deutschland programmiert. Hoffentlich kommt es dann auch so!
jean-baptiste-perrier 30.12.2018
4. Anmerkung zu Top-Spieler
Bevor sich einer beschwert: Ich weiß, dass David Ferrer jahrelang bei den Top Ten mitgemischt hat (und ohne den ewigen Nadal wohl selbst die French Open gewonnen hätte). Doch mittlerweile kurz vor seinem Abschied ist er aktuell nicht mehr als Top-Spieler einzustufen. Andersherum steht Bencic nicht allzu hoch in der Weltrangliste, hat aber Nr. 1 Potential. Das hat sie ja auch schon letztes Jahr beim Hopman Cup bewiesen. Sie verlor nur ihr Einzel im Endspiel gegen Kerber.
jean-baptiste-perrier 31.12.2018
5. Interessante Match-Statistiken!
Allen die auch beim Tennis gerne zwischen den Zeilen lesen, empfehle ich sich mal die Match-Statistiken (unterteilt nach Sätzen) von Kerber gegen Muguruza genauer anzusehen. Z.B. hatte Kerber im ersten Satz nur 37 Prozent erste Aufschläge und hat den dennoch 6:2 gewonnen, weil sie für ihre Verhältnisse extrem viele Winner geschlagen hat. Im zweiten Satz brachte Kerber dann 63 Prozent erste Aufschläge ins Feld, verlor jedoch diesen mit 3:6! Es gibt da noch ein paar andere Merkwürdigkeiten zu entdecken. Zumindest in diesem Match gegen Muguruza ist Kerber mit einer ungewohnten Dominanz aufgetreten. Also weg von ihrem Standard möglichst wenig Unforced Errors zu Lasten von eigenen Winnern. Sie hat mit mehr Risiko gespielt. Und so hat Kerber mehr Winner geschlagen als Muguruza!!! Dadurch konnte sie die schlechte Quote beim ersten Aufschlag und die erhöhte Anzahl von Unforced Errors kompensieren. Sehr interessante Entwicklung!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.