Gegen Weltranglistendritte Pliskova Kerber verliert Wimbledon-Generalprobe

Das Finale gegen Karolina Pliskova hat sie klar verloren. Und doch zeigte sich nach einer misslungenen Sandplatzsaison: Angelique Kerber ist bereit für Wimbledon. Der Weg zur Titelverteidigung ist hart.

Angelique Kerber im Match gegen Karolina Pliskova
Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Angelique Kerber im Match gegen Karolina Pliskova


Tennisspielerin Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Eastbourne den Turniersieg verpasst. Zwei Tage vor dem Auftakt des Grand-Slam-Klassikers in Wimbledon unterlag die 31-Jährige der Weltranglistendritten Karolina Pliskova 1:6, 4:6.

Gegen die starke Aufschlägerin Pliskova agierte Kerber von Beginn an zu defensiv und lag schnell 0:4 zurück. Den ersten Satz verlor sie in 31 Minuten und kassierte auch im zweiten Durchgang schnell das erste Break. Kerber versuchte in der Folge zwar weiter, ins Spiel zu finden. Doch nach 71 Minuten musste sie Pliskova zum Titel gratulieren.

Trotz der Niederlage kann Kerber viel Positives von ihren bisherigen Auftritten auf Rasen mit nach Wimbledon nehmen. "Ich hatte eine großartige Woche hier. Es ist für mich die beste Vorbereitung für Wimbledon", sagte die Titelträgerin von 2018: "Hoffentlich kann ich so weitermachen wie im letzten Jahr. Ich fühle mich gut. Ich spiele gerade gut."

Es drohen Scharapowa, Williams und Barty

Nach einer von Krankheiten und Verletzungen geprägten Sandplatzsaison zeigte Kerber zuletzt wieder gute Leistungen. In Eastbourne war ihr auf dem Weg in ihr zweites Finale in diesem Jahr ein überzeugender Sieg gegen die frühere Weltranglisten-Erste Simona Halep gelungen, ehe sie im Halbfinale davon profitierte, dass Ons Jabeur aus Tunesien verletzungsbedingt nicht antrat.

Die Rückkehr auf Rasen hat der dreimaligen Major-Siegerin offenbar gutgetan. "Ich habe mich schon nach den ersten Trainingseinheiten wieder wie zu Hause gefühlt", sagte sie: "Der Plan war, viele Matches zu haben, es als Training zu sehen." Ihr schnelles, direktes Konter-Tennis passt hervorragend auf den schnellen Rasen in London. Vor allem die Vorhand entwickelt sich mehr und mehr zu Kerbers stärksten Waffe.

Die Auslosung bescherte Kerber ein deutsches Duell mit Tatjana Maria in Runde eins, anschließend jedoch einen harten Weg zum erneuten Titel. Bereits in Runde drei könnte sie auf Maria Scharapowa treffen, im Achtelfinale könnte es dann zur Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen Serena Williams und eine Runde später zum Duell mit der Weltranglistenersten und French-Open-Siegerin Ashleigh Barty kommen.

sak/sid/dpa



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