Tennis Auch die Australian Open führen Tiebreak im entscheidenden Satz ein

Erst Wimbledon und nun auch die Australian Open: In Zukunft soll es keine Marathonsitzung mehr im letzten Satz geben - das Turnier in Melbourne führt den Tiebreak ein.

Australian-Open-Gewinner Roger Federer
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Australian-Open-Gewinner Roger Federer


Auch die Australian Open führen den Tiebreak im entscheidenden Satz ein. Beim Spielstand von 6:6 im fünften Durchgang bei den Herren und im dritten Satz bei den Damen werde es künftig einen Tiebreak geben, in dem für den Sieg allerdings mindestens zehn Punkte gewonnen werden müssen.

Bislang wurde nach 6:6 weitergespielt, bis einer der Akteure mindestens zwei Spiele mehr gewonnen hatte. Wie die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Melbourne mitteilten, tritt die Änderung bereits bei den nächsten Australian Open im Januar in Kraft.

"Wir glauben, dies ist das beste Ergebnis für die Spieler und die Fans weltweit", teilte Turnierdirektor Craig Tiley mit. Vor der Entscheidung seien aktive und ehemalige Tennisprofis, TV-Kommentatoren und Spielerberater befragt worden, heißt es weiter. Bereits vor einem Monat war über eine mögliche Änderung berichtet worden.

Bei den US Open wird im Entscheidungs-Satz ein klassischer Tiebreak mit sieben Gewinnpunkten gespielt. In Wimbledon soll es künftig einen Tiebreak beim Stand von 12:12 im finalen Durchgang geben. Nur noch die French Open in Paris halten als letztes der vier Grand-Slam-Turniere an einem entscheidenden Satz ohne Tiebreak fest.

In diesem Jahr hatte sich der Südafrikaner Kevin Anderson im Halbfinale im zweitlängsten Wimbledon-Match der Geschichte nach sechs Stunden und 36 Minuten 26:24 im fünften Satz gegen John Isner aus den USA durchgesetzt und anschließend eine Regeldebatte angestoßen.

bka/dpa/AP/Reuters



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Kalif78 14.01.2019
1. Bestimmt nur versprochen
"Wir glauben, dies ist das beste Ergebnis für die Spieler und die Fans weltweit", teilte Turnierdirektor Craig Tiley mit. Meinte er nicht eher die übertragenden Sendeanstalten?
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