Tennis Deutschland ist Weltmeister

Die Entscheidung fiel im Doppel - und anschließend hatten die deutschen Tennisspieler Grund zur Freude. Mit dem überraschenden Sieg gegen Argentinien holte sich Deutschland zum vierten Mal den Sieg beim World Team Cup.


Siegreiches Doppel: Haas (l.) und Waske heben ab
DDP

Siegreiches Doppel: Haas (l.) und Waske heben ab

Düsseldorf - Im Finale besiegte die Mannschaft von Teamchef Patrik Kühnen den großen Turnierfavoriten Argentinien mit 2:1. Florian Mayer hatte mit dem 1:6, 1:6 gegen Guillermo Coria den 0:1-Rückstand kassiert, den Thomas Haas mit dem etwas überraschenden 6:4, 6:3 gegen French-Open-Champion Gaston Gaudio ausglich. Für die Entscheidung sorgten Haas und Alexander Waske mit einem 6:1, 6:2 im abschließenden Doppel gegen die erstmals zusammen spielenden Coria und Guillermo Canas. Deutschland hatte den Team-Wettbewerb bereits 1989, 1994 und 1998 gewonnen.

"Das ist bestimmt nicht die beste Vorbereitung auf die am Montag beginnenden French Open. Aber dieser Sieg hier ist mir wichtiger. Ich bin stolz, für Deutschland zu spielen", sagte Haas, der mit dafür sorgte, dass das DTB-Team die bisherigen Rekordsieger USA und Spanien einholen konnte.

Kühnen ist damit nach Miloslav Mecir und Carl-Uwe Steeb der dritte Teamchef in der Geschichte des Turniers, der als Spieler und Trainer den WM-Titel im Rochusclub gewonnen hat. Zudem feierte Kühnen seinen ersten großen Erfolg mit der deutschen Mannschaft seit seinem Amtsantritt im September 2002. Haas und Nicolas Kiefer, der am Samstag nicht zum Einsatz kam, gehörten auch 1998 schon zur Mannschaft und haben ebenso wie Kühnen (1989/1994) sowie Boris Becker (1989/1998) zum zweiten Mal die WM gewonnen.

Die Argentinier, die mit dem derzeit stärksten Sandplatz-Team der Welt in Düsseldorf die zwei Jahre dauernde Regentschaft der Chilenen mit einem 3:0 im direkten Duell am Donnerstag beendet hatten, machten es den Deutschen mit einer nicht nachvollziehbaren Entscheidung am Ende leicht. Coria, der nach seinem Sieg gegen Mayer in der Players Lounge genüsslich einen großen Teller Spaghetti aß und gedanklich wohl schon bei den French Open war, erfuhr wenige Minuten vor dem Doppel, dass er an der Seite von Canas gegen Haas und Waske antreten sollte.



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