Tennis Deutsche Frauen verlieren Fed-Cup-Finale gegen Tschechinnen

Angelique Kerber hat auch ihr zweites Match im Fed-Cup-Finale verloren. Gegen Petra Kvitova musste sich die beste deutsche Tennisspielerin in drei Sätzen geschlagen geben. Tschechien ist nicht mehr einzuholen.

Tennisspielerin Kerber: Niederlage in drei Sätzen 
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Tennisspielerin Kerber: Niederlage in drei Sätzen 


Hamburg - Die deutschen Tennis-Frauen haben das Fed-Cup-Finale gegen Tschechien verloren. Nachdem Andrea Petkovic und Angelique Kerber in ihren Auftakt-Spielen beide ohne Chance blieben, unterlag Kerber im dritten Spiel gegen Petra Kvitova 6:7 (5:7), 6:4, 4:6. Das Duo Sabine Lisicki und Julia Görges holte im bedeutungslosen Doppel den Punkt zum 1:3-Endstand. Sie gewannen 6:4, 6:3 gegen Lucie Hradecka und Andrea Hlavackova.

"Wenn wir gestern so angefangen hätten, hätte es für mehr gereicht. Wir haben heute unser wahres Gesicht gezeigt", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner nach dem spannenden Match über 2:57 Stunden zwischen Kerber und Kvitova: "Ich bin saustolz. Das Allerallerwichtigste für mich persönlich und für uns als Team ist, wir haben uns heute so präsentiert, wie wir das ganze Jahr gespielt haben".

Nach ihrem enttäuschenden Auftritt am Samstag zeigte sich Kerber wie verwandelt, doch das Match begann für sie wie schon am Vortag mit einem Rückstand. Aber die deutsche Nummer eins kämpfte sich zurück und konnte sogar bis auf 5:2 davonziehen. Kvitova hatte aber den längeren Atem und entschied den Satz im Tiebreak für sich. Im zweiten Satz deutete sich dann schon früh eine Entscheidung an, doch Kerber konnte den schnellen 3:0-Vorsprung der Tschechin ausgleichen - und in eine Führung umwandeln. Diese ließ sie sich bis zum 6:4-Endstand nicht mehr nehmen.

Der entscheidende dritte Satz begann erstmals mit einer Führung für Kerber, die sie sogar bis auf 3:0 und 4:1 ausbauen konnte. Doch Kvitova kämpfte sich zurück und konnte trotz Krämpfe und Oberschenkelprobleme zum 4:4 ausgleichen. Die Entscheidung fiel dann in den letzten beiden Runden, die sich die Tschechin nicht mehr nehmen ließ und den Satz mit ihrem vierten Matchball zum 6:4 für sich entschied.

asi/dpa/sid



insgesamt 11 Beiträge
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vonkniestaedt 09.11.2014
1. die Niederlage
war leider abzusehen. Die deutschen Spielerinnen sind zwar ganz ordentlich im Profizirkus dabei, siehe Weltrangliste, aber wenn's um die Wurst geht, eben nicht. Dieses Phlegma sieht mann bei der ganzen Mannschaft sehr deulich, schade.
moeski 09.11.2014
2.
"Gegen Petra Kvitova musste sich die beste deutsche Tennisspielerin in zwei Sätzen geschlagen geben." 6:7 (5:7), 6:4, 4:6 - spricht für 3 Sätze. "Damit müssen die beiden Doppel am Nachmittag nicht mehr gespielt werden (...)" - Hätte nur ein Doppel gegeben.
bssh 09.11.2014
3. Phlegma
Zitat von vonkniestaedtwar leider abzusehen. Die deutschen Spielerinnen sind zwar ganz ordentlich im Profizirkus dabei, siehe Weltrangliste, aber wenn's um die Wurst geht, eben nicht. Dieses Phlegma sieht mann bei der ganzen Mannschaft sehr deulich, schade.
Natürlich waren die Tschechinnen favorisiert. Sie hatten Heimrecht, konnten also den Belag aussuchen und haben ihn speziell für ihre beste Spielerin ausgewählt, die immerhin zweimal Wimbledon gewonnen hat und die Nr. 4 der Welt ist. Wie "mann" bei den deutschen Spielerinnen ein Phlegma sehen kann, ist mir schleierhaft. Insbesondere nach dem tollen Spiel von Kvitova gegen Kerber. Und auch gerade der quirligen Petkovic ein Phlegma nachzusagen ist lächerlich. Der entscheidende Unterschied bei desem Finale war vor allem die Erfahrung. Die Tschechinnen standen schon mehrfach im Finale haben Erfahrung mit der Situation und haben den Pokal schon oft gewonnen. Dazu noch das Heimrecht mit dem schnellen Belag. Das deutsche Team hat sich von der Situation sichtlich beeindruckt gezeigt und war am ersten Tag verkrampft während die Tschechinnen lockerer waren und sich von der Stimmung tragen ließen. Wieviel das ausmachen kann, konnte man akm Wimbledon-Finale sehen, wo die eigentlich favorisierte Lisicki unterging. Wie gut Kerber ist konnte man im heutigen Match sehen. Sie hatte auf einem schnellen Belag, der ihr eigentlich nicht liegt die Nr. 4 der Welt, die einen solchen Belag liebt, am Rande der Niederlage. Was ihr fehlt ist ein besserer Aufschlag. Sie schafft es so oft nicht den Sack zuzumachen. Kerber ist aber nicht ohne Grund seit 3 Jahren in den Top 10. Das ist eine großartige Leistung. Und es sind noch etliche gute Spielerinnen hinter ihr wie Petkovic, Lisicki, Barthel, Beck und nicht zu vergessen die Doppel-Spezialistin Grönefeld. Dass dieses Team ins Finale gekommen ist, ist eine ausgezeichnete Leistung. Und wer erwartet, dass gleich beim ersten Mal die Trophäe geholt wird, der erwartet zuviel. Wie lange haben Leute wie Lendl (der einer der besten Spieler der Geschichte ist) und Murray gebraucht um einen GS-Titel zu holen?
peter-49 09.11.2014
4. Nun ich ...
... kann mir nicht erklären, wie man eine solch miese Leistung schön reden kann. Wenn man in drei Spielen dreimal zweiter Sieger ist, kann man wohl kaum von einer guten Leistung sprechen! Wahr ist, hier zeigte sich der Stand des deutschen Frauentennis - miserabel, angefangen vom Erscheinungsbild bis zum Ergebnis.
shoper34 09.11.2014
5. Marketing
Das wird vor allem ein Desaster für die deutsche Werbewirtschaft und den DTB, die sich schon warm gelaufen hatten, um die Mädels zu vermarkten. Nun kauft keiner mehr ein T-shirt, auf dem steht : Petko, Lisicki oder Kerber. Gut so !
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