Wimbledon-Legenden Bumm-Bumm-Boris und Königin King

Ivan Lendl sagte: "Gras ist für Kühe." Er hasste Wimbledon - denn er gewann alles, nur nicht das Rasenturnier im Südwesten Londons. Hier wurden andere Heldinnen und Helden geboren. Hier sind die größten Wimbledon-Legenden.

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Hamburg - Der große Ivan Lendl gehörte nicht gerade zu den Lautsprechern seiner Generation. Man könnte auch sagen, er war ein ziemlich maulfauler Tennisprofi. Dennoch ist von Lendl ein legendärer Satz überliefert: "Gras ist für Kühe." Damit brachte er seinen Frust über das bedeutendste Tennisturnier der Welt zum Ausdruck: Wimbledon.

Lendl und die All England Lawn Tennis Championships, das passte einfach nicht. Der gebürtige Tscheche gewann alles, was man als Tennisprofi gewinnen kann: Die Australian Open, die French Open, die US Open, er war Weltranglistenerster - nur in Wimbledon triumphierte er nie, zweimal scheiterte er im Finale.

Auf dem Rasen an der Church Road im Südwesten Londons wurden andere Profis zu Legenden. Boris Becker etwa, der als bislang jüngster Sieger der Geschichte in die Annalen einging. Oder Roger Federer, der in diesem Jahr alleiniger Rekordsieger werden kann. Bei den Frauen prägten vor allem Martina Navratilova, Steffi Graf und Billie Jean King das Turnier seit Beginn der Open-Ära 1968, die Zeitrechnung der Profi-Turniere im Tennis.

Becker, Graf und Federer: Nur drei von vielen Heldinnen und Helden, die Wimbledon hervorbrachte. Zur Gallery der Legenden klicken Sie hier!



insgesamt 3 Beiträge
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wolfman11 24.06.2013
1. Von allen Legenden...
.. hat mich Chris Evert immer am meisten begeistert. Ihre Duelle mit Martina zählen zu dem besten, was das Damentennis jemals hervorgebracht hat. Es macht mich melancholisch, dass die Zeiten dieser wunderbaren Spielerinnen vorbei sind.
cafe_kehse 24.06.2013
2. Mein Favorit....
....wird ewig bleiben Jimmy Connors. Er war der erste mit der Pressatmung und hat sich grandiose Duelle mit Björn Borg und John McEnroe geliefert. Spielerisch war er nie der genialste, zeigte aber immer vollen Einsatz, am Anfang seiner Kariere sehr arrogant und umstritten. In älteren Jahren war er aber ein Idol und Vorbild. Dabei war er im Gegensatz zu den US-Open in Wimbledon gar nicht so erfolgreich. Er gewann 1974 gegen Rosewall und 10 Jahre später in einer 5 -Stunden - Schlacht nochmal überraschend gegen die damalige Nr. 1 McEnroe. 75 unterlag er gegen Arthur Ashe, 77 und 78 gegen Borg, 79 und 80 schon in der Vorschlussrunde gegen andere Spieler. Überragend aber sein erster Sieg in Wimbledon als 22-Jähriger, als er den Altmeister Ken Rosewall vernichtend vom Platz fegte. Heute erscheint das Turnier, wie überhaupt Tennis, nicht mehr so attraktiv, aber das ist eine Geschmacksache. Möglicherweise haben sich auch die Interessen geändert. Einen Nachfolger von Jimmy Connors kann ich jedenfalls nicht entdecken.
gurkensalat32 24.06.2013
3. Besser als der Lendl Kommentar
...war doch die Antwort von Yannik Noah als man ihn nach seiner Meinung zu Gras fragte: "I´d rather smoke it"
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