Tennis in Hamburg Mayer steht schon nach dem Halbfinale als Turniersieger fest

Seit 1993 hat kein Deutscher mehr am Rothenbaum gewonnen. Florian Mayer könnte das nun ändern. Im Finale trifft er auf seinen Namensvetter, der eigentlich schon in der Qualifikation gescheitert war.

Florian Mayer
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Florian Mayer


Fünf Jahre nach Tommy Haas steht mit Florian Mayer wieder ein deutscher Tennis-Profi im Finale der German Open in Hamburg. Der 33-Jährige profitierte im deutsch-deutschen Halbfinale am Rothenbaum von der verletzungsbedingten Aufgabe Philipp Kohlschreibers. Der Weltranglisten-58. gewann den ersten Satz, beendete die Partie aber beim Stand von 2:3 im zweiten Durchgang.

Mayer steht damit am Sonntag zum ersten Mal in seiner Karriere im Endspiel am Rothenbaum. Dort trifft die Nummer 101 der Welt auf seinen Namensvetter Leonardo Mayer, der in Hamburg nach 2014 zum zweiten Mal gewinnen könnte. Der Argentinier, der in der Qualifikation am 16-jährigen Rudi Molleker gescheitert war, schaffte es im Anschluss über die Lucky-Loser-Regelung überhaupt ins Hauptfeld, weil Titelverteidiger Martin Klizan kurzfristig absagen musste.

Als bisher letzter Deutscher stand 2012 Haas im Finale an der Elbe, der heutige Turnierdirektor Michael Stich war vor 24 Jahren der letzte deutsche Gewinner am Rothenbaum. Mayer hat in seiner Karriere bislang zwei ATP-Turniere gewinnen können, im vergangenen Jahr siegte der ehemalige Weltranglisten-18. beim Rasenevent in Halle, 2011 hatte er in Bukarest triumphiert.

Hanfmann erreicht sein erstes ATP-Finale

Beim parallel stattfindenden Turnier in Gstaad hat ein weiterer Deutscher für eine Überraschung gesorgt. Yannick Hanfmann steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einem ATP-Finale. Der 25 Jahre alte Qualifikant besiegte den an Nummer sechs gesetzten Niederländer Robin Haase nach Abwehr von vier Matchbällen in 2:27 Stunden 3:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:4).

"Das ist Wahnsinn. Ich bin fix und fertig von diesem Match. Aber in ein paar Stunden wird es mir gut gehen", sagte Hanfmann.

Im Finale am Sonntag trifft Hanfmann auf Fabio Fognini. Hanfmann, die Nummer 170 der Welt, hatte im Mai in München bei seinem ersten ATP-Start überhaupt die Runde der letzten Acht erreicht. In Stuttgart war es für ihn im Juni bis ins Achtelfinale gegangen.

bam/sid



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