Tennis Nur noch 16 Gesetzte bei Grand-Slam-Turnieren

Die Grand-Slam-Turniere sollen attraktiver und wieder spannender werden. Die Tennis-Regelhüter haben deshalb beschlossen, die Zahl der gesetzten Spieler ab 2019 zu halbieren. Pausen zwischen den Punkten sollen demnächst kürzer werden.
Topspieler Alexander Zverev

Topspieler Alexander Zverev

Foto: Adam Davy/ dpa

Bei den vier Grand-Slam-Turnieren wird es ab 2019 nur noch 16 statt wie bisher 32 gesetzte Tennisprofis geben. Das beschloss das zuständige Grand Slam Board in London. Mit der Neuerung sollen die ersten Runden in Wimbledon sowie bei den Australian, French und US Open attraktiver werden, da Top-Spieler früher auf starke Konkurrenten treffen können.

Die US Open hatten 2001 vor allem auf Drängen der TV-Sender eine Erweiterung der Setzliste von 16 auf 32 Spieler durchgesetzt. Die Sender wollten erreichen, dass möglichst viele Stars in den späteren Runden dabei sind.

Zudem erhalten Spieler, die innerhalb von vier Tagen vor dem Turnier-Beginn verletzungsbedingt zurückziehen, künftig die Hälfte des Preisgeldes für ein Erstrunden-Aus. Die andere Hälfte geht an die Lucky Loser aus der Qualifikation, die durch den Rückzug ins Hauptfeld rutschen. Diese Regel soll bereist 2018 in Kraft treten.

Durch diese Regel soll verhindert werden, dass angeschlagene Profis nur wegen der Prämie antreten, dann aber aufgeben. Spieler, die in der ersten Runde zurückziehen oder kein professionelles Auftreten zeigen, können dagegen von nun an bestraft werden.

Bei den Australian Open, die am 15. Januar 2018 in Melbourne beginnen, soll zudem ein Countdown zum Einsatz kommen, um ein Überschreiten des 25-Sekunden-Limits zwischen den Punkten zu verhindern.

aha/sid/dpa

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