Turniersieg in Genf Zverev hat wieder Lust, Tennis zu spielen

Alexander Zverev hat sein Sport zuletzt wenig Spaß gemacht. Kurz vor den French Open gelang dem deutschen Tennisstar nun sein erster Turniersieg des Jahres - wenn auch mit Problemen.

Alexander Zverev gewann das Turnier von Genf
Salvatore Di Nolfi / DPA

Alexander Zverev gewann das Turnier von Genf


Alexander Zverev hat sich mit dem Sieg beim ATP-Turnier in Genf Selbstvertrauen für die am Sonntag beginnenden French Open geholt. Der an Nummer eins gesetzte deutsche Tennisstar besiegte den Chilenen Nicolás Jarry im Endspiel 6:3, 3:6, 7:6 (10:8) und feierte seinen ersten Titel in der aktuellen Saison.

"Mein elfter Titel, es ist eine tolle Reise", sagte Zverev im Anschluss und fügte in Richtung Jarry hinzu: "Du hast es mehr verdient, diesen Titel zu gewinnen als ich. Das ist ein harter Moment für dich, aber du kriegst noch viel mehr Möglichkeiten."

Im ersten Satz führte Zverev dank eines frühen Breaks bereits 3:0, ehe Jarry sein zweites Aufschlagspiel gewann. Trotzdem sicherte sich Zverev den ersten Satz. Zum Auftakt des zweiten Satzes wehrte sein Gegner zwei Breakbälle ab und lag 1:0 in Führung, als das Match wegen Regens unterbrochen wurde.

Faden verloren, Tiebreak gewonnen

Nach der 90-minütigen Pause verlor Zverev die Kontrolle, der Regen kehrte zurück, erst beim Stand von 2:5 aus Sicht des Deutschen folgte die nächste Unterbrechung. Nachdem sich Jarry Durchgang zwei gesichert hatte, entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Der Tiebreak musste entscheiden. Dort ließ Zverev zunächst drei Matchbälle liegen, ehe er nach 2:35 Stunden seine vierte Möglichkeit nutzte.

Pünktlich vor den French Open bewies Zverev eine verbesserte Form, dort spielt er am Montag zum Auftakt gegen den Australier John Millman. Ende April war der Weltranglistenfünfte noch in der zweiten Runde des Turniers in Barcelona gegen Jarry ausgeschieden. Im Turnier von Rom Mitte Mai scheiterte Zverev beim Auftaktmatch und sagte danach frustriert: "Ich habe gerade keine Lust, Tennis zu spielen."

Um sich den Spaß an seinem Sport zu erhalten und sich für die French Open warmzuspielen, meldete sich der 22-Jährige kurzfristig für das Turnier in Genf an. Der Plan ging auf, auch wenn Zverev bereits auf dem Weg ins Endspiel Probleme hatte: In allen drei Spielen musste er in den dritten Satz, zuletzt beim Halbfinalsieg gegen Federico Delbonis (5:7, 7:6 (8:6), 6:3).

Redaktion: Wir hatten zunächst geschrieben, Zverev vergab im Tiebreak drei Breakchancen. Korrekt ist aber, dass er drei Matchbälle vergab. Den Fehler haben wir korrigiert.

ptz



insgesamt 3 Beiträge
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pringnitz 26.05.2019
1. Lust Tennis zu spielen?
Wenn er sich weiter so nervenschwach und fehlerhaft beim 2. Aufschlag zeigt, dann wird bei den French Open früh Schluss für Sascha Zverev sein. Es war doch schon ein sehr holpriger Turniersieg. Im Tiebreakdes dritten Satzes hat Zverev übrigens 3 Matchbälle und nicht 3 Breakchancen vergeben ;)
jesse01 26.05.2019
2. sehe ich ähnlich
Zverev s Problem ist eindeutig, dass er kaum Matches kaum in den ersten Runden glatt gewinnt und viel Kraft verliert, die ihm später fehlt. er hat auch keinen Killerschlag, spielt Standardtennis, das so viele der top 50 ebenso spielen, und gewinnt dadurch selten glatt. dazu kommt immer wieder die Lustlosigkeit in den ersten Runden. würde er gleich HF oder Final Spiel können, dann wäre er schwer zu schlagen in einem gs finale. ich gebe ihm leider im Moment nur die 3. Runde in Paris, sehe ihn auch nicht als nr.1 oder mehrfachen GS Sieger. dazu ist sein Spiel zu beliebig. Dennoch viel Glück ! ich drücke die Daumen.
sud.herfurth 27.05.2019
3.
wenn kaum Zwanzigjähriger, der etwa 10 Mio $ Preisgeld kassiert hat, seinen Wohnsitz nach Monaco verlegt, um Szeuern zu sparen, dann hat er weder Anstand noch Charakter.
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