Tennis in L.A. "Ich wäre fast erstickt"

Seit seiner Verletzung in Wimbledon war Thomas Haas nur für die Boulevard-Presse ein Thema. In Los Angeles gelang ihm jetzt das sportliche Comeback. Sein Kollege Nicolas Kiefer hingegen scheiterte an der Klimaanlage.


 Kiefer mit Trainer: Kein Schutz vor der Kälte
AP

Kiefer mit Trainer: Kein Schutz vor der Kälte

Los Angeles - Nur der "Bunten" war Thomas Haas in den vergangenen Wochen noch eine Meldung wert: "Alte Liebe", titelte sie - und schrieb von dem Treffen des deutschen Tennis-Profis mit seiner Ex-Freundin Sandy Meyer-Wölden. In sportlicher Hinsicht gab es von der gegenwärtigen Nummer 34. der Tennis-Weltrangliste wenig zu berichten. Seit Haas in Wimbledon vor fünf Wochen beim Einspielen auf einen Ball getreten und umgeknickt war, musste er mit einem Bänderriss im Knöchel pausieren.

Nun hat sich der ehemals beste deutsche Tennisspieler zurückgemeldet. Beim ATP-Turnier in Los Angeles gewann er am Dienstag sein Auftaktmatch gegen den Kroaten Ivo Karlovic. Nach dem 6:4, 6:4 Erfolg trifft Vorjahressieger Haas im Achtelfinale auf den Belgier Xavier Malisse. "Die Beinarbeit stimmt noch nicht ganz, manchmal denke ich an meinen Knöchel. Aber ich habe keine Schmerzen mehr. Einfach hier zu sein und den Titel zu verteidigen ist sehr befriedigend", sagte Haas zu seinem Comeback.

Weniger gut lief es für Nicolas Kiefer, derzeit die Nummer 1. im deutschen Tennis. Der 28-Jährige musste in Los Angeles gegen den Amerikaner James Blake beim Stand von 2:3 aufgeben. Der Grund: Kiefer hatte sich auf seinem Hotelzimmer verkühlt. "Klimaanlagen sind Gift für mich. Diese Kaltströme richten mich hin. Ich wäre während des Spiels fast erstickt", sagte der Deutsche sichtlich genervt.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.