Tennis Trainer Lendl trennt sich offenbar von Alexander Zverev

Deutschlands Tennis-Hoffnung Alexander Zverev hatte seinen Coach Ivan Lendl zuletzt kritisiert. Nun hat dieser laut Medienberichten die Zusammenarbeit beendet.

Ivan Lendl (links), Alexander Zverev und Lendls Hund Lovik nach Zverevs Sieg bei den ATP Finals 2018
Getty Images

Ivan Lendl (links), Alexander Zverev und Lendls Hund Lovik nach Zverevs Sieg bei den ATP Finals 2018


Ivan Lendl ist Medienberichten zufolge nicht mehr Trainer von Alexander Zverev. Laut tennisworldusa.org und dem amerikanischen Journalisten Jon Wertheim beendete der achtmalige Grand-Slam-Sieger die Zusammenarbeit mit dem Tennisprofi.

"Ich glaube sehr an Sascha, der immer noch sehr jung ist", wird Lendl zitiert. "Aber derzeit hat er einige Probleme außerhalb des Platzes, die es schwierig machen, auf eine Weise zu arbeiten, die meiner Philosophie entspricht."

Gerüchte, dass es in der Zusammenarbeit der beiden Probleme gibt, halten sich schon seit Monaten. Lendl hatte Zverev in diesem Jahr unter anderem während der gesamten Sandplatzsaison nicht gecoacht, als Grund wurde eine Pollenallergie des Altmeisters genannt. Während dieser Zeit wurde Zverev von seinem Vater betreut.

In der vergangenen Woche hatte Zverev für Aufsehen gesorgt, als er Lendl im Vorfeld des Tennisturniers am Hamburger Rothenbaum kritisierte. "Du trainierst zwei Stunden lang, und eine halbe Stunde davon steht er mit dem Rücken zu mir und erzählt, wie er am Morgen davor Golf gespielt hat", sagte Zverev über seinen Trainer. Außerdem habe Lendl einen Hund, dem er viel Zeit widme.

Becker: "Irgendwas ist kaputtgegangen"

Auch Boris Becker, Head of Men's Tennis des Deutschen Tennis Bundes, hatte sich am Donnerstag kritisch zur Zusammenarbeit zwischen seinem einstigen Rivalen Lendl und Zverev geäußert. "Man hat die Entscheidung getroffen, Ivan Lendl zu engagieren. Dann muss man das richtig machen, oder man soll aufhören. Diese Situation heute ist für keinen befriedigend", sagte Becker am Rande des Turniers in Hamburg. Nach Zverevs Sieg bei den ATP-Finalsin London im November sei "irgendwas kaputtgegangen", sagte Becker. Den britischen Tennisstar Andy Murray hatte Lendl zu drei Grand-Slam-Siegen und zwei Olympiasiegen geführt.

Beim Turnier in Hamburg steht Zverev im Viertelfinale, in dem er am Nachmittag auf Filip Krajinovic aus Serbien trifft.

svs/sid



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
takvor 26.07.2019
1. Becker
Und Becker sucht neuer Job als Trainer, klar ist seine Strategie mit dieser Aussage. Lendl ist 2. Trainer von Zverev, genau wie vor 2 Jahren Becker bei Djokovic!
quincy1964 26.07.2019
2. Alexander Zverev
Zum Glück ist das Thema Ivan Lendl erledigt. Ein Trainer der wegen einer Pollen Allergie nicht in der Lage ist seinen Schützling zu betreuen kann getrost als nicht tragbar gesehen werden.Wenn Alexander Zverev es mit seinem Vater geregelt bekommt, hat er alles gut gemacht, in Hamburg scheint es zu funktionieren..er muss aber sein Leben alleine anfangen zu meistern. Dafür wohnt er angeblich in Monte Carlo und am besten ohne Vater und Mutter, die hoffentlich in Hamburg bleiben.
dt1700744 26.07.2019
3. Kein Wunder, dass Lendl es sein lässt ...
... oder kündigt oder egal wie man es nennen darf. Zverev mag ein guter Tennisspieler sein, Fakt ist, dass er sich in vielen Bereichen wie ein Kind benimmt. Pardon, das klingt nun etwas harsch, aber da ist in der persönlichen Entwicklung etwas schief gelaufen. Ich möchte daran erinnern, dass er wohl der Meinung ist, schon ein Großer zu sein. Regelmäßig lässt er Trainingspartner ein halbe Stunde oder länger auf dem Platz warten, weil der Herr Zverov wohl noch nicht fertig mit dem Aussehen und dem Outfit ist. Und ich meine hiermit beispielsweise Frau Kerber. Das ist Flegeltum par excellence. Statt dumm-dreiste Interviews zu geben, soll sich der Herr mehr auf das bessere Tennisspielen konzentrieren und Respekt gegenüber andern Menschen lernen. Sie, werte Forums-Teilnehmer, hören aus meinen Worten heraus, dass ich Herrn Zverev nicht mag. Das kann sich ändern, er soll Leistung bringen und erwachsen werden. Glück auf.
Karbonator 27.07.2019
4.
Zitat von dt1700744... oder kündigt oder egal wie man es nennen darf. Zverev mag ein guter Tennisspieler sein, Fakt ist, dass er sich in vielen Bereichen wie ein Kind benimmt. Pardon, das klingt nun etwas harsch, aber da ist in der persönlichen Entwicklung etwas schief gelaufen. Ich möchte daran erinnern, dass er wohl der Meinung ist, schon ein Großer zu sein. Regelmäßig lässt er Trainingspartner ein halbe Stunde oder länger auf dem Platz warten, weil der Herr Zverov wohl noch nicht fertig mit dem Aussehen und dem Outfit ist. Und ich meine hiermit beispielsweise Frau Kerber. Das ist Flegeltum par excellence. Statt dumm-dreiste Interviews zu geben, soll sich der Herr mehr auf das bessere Tennisspielen konzentrieren und Respekt gegenüber andern Menschen lernen. Sie, werte Forums-Teilnehmer, hören aus meinen Worten heraus, dass ich Herrn Zverev nicht mag. Das kann sich ändern, er soll Leistung bringen und erwachsen werden. Glück auf.
Das klingt nicht im Geringsten scharf, sondern noch zu gut für Zverev. Die teilweise unerklärlichen Niederlagen bei großen Turnieren und die darauffolgenden Erklärungen von Zverev sind schon kaum zu ertragen... sein anderweitiges Verhalten auch nicht... Aber daß er vor dem laufenden Turnier derart über einen Großen wie Lendl herzieht - und danach auch so unverfroren meint, daß er überrascht über Lendls Rückzug gewesen sei, weil man ja nach dem Turnier mal darüber reden wollte... das ist wirklich nicht zu fassen. Wie kann man sich nur jedes Mal so um Kopf und Kragen reden? Zu erwarten wäre, daß der werte Herr Vater etwas regulierend auf seinen Sohn einwirkt und ihn zu etwas Demut anregt... aber entweder tut er das nicht, oder aber die Versuche bringen bei Zverev nichts. Auf jeden Fall hat er sich mit seinem Verhalten im Fall Lendl meines Erachtens völlig ins Abseits geschossen. Und bezugnehmend zum ersten Kommentar hier: Ich hoffe inständig, daß Becker die Finger von diesem kindischen Typen läßt. Djokovic war etwas anderes... ein beispielhafter Vollblutprofi, wo die Zusammenarbeit auf professioneller Ebene offenbar funktionieren konnte. Bei Zverev würde er sich nur unnötig verbrauchen.
jean-baptiste-perrier 28.07.2019
5. Was ist des Pudels Kern?
Bildunterschrift: "Ivan Lendl (links), Alexander Zverev und Lendls Hund Lovik nach Zverevs Sieg bei den ATP Finals 2018" - - - - - Zitat Ende - - - - - Der Hund heißt Lövik (russisch "Löwe") und gehört Zverev und nicht Lendl. Womöglich deutet SPON damit jedoch verschlüsselt den wahren Trennungsgrund an: Lendl hat sich geweigert Lövik täglich Gassi zu führen, regelmäßig zu shampoonieren, anschließend Lockenwickler einzudrehen und 2 Stunden zu fönen. Wozu ist er denn Trainer, wenn er das nicht machen wollte? Neben der Pollen- hat der feine Herr Lendl wohl auch noch eine Hundehaar-Allergie. Auf so einen "Trainer" kann Zverev gut verzichten. Puhhhh!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.