Nach Sieg in Moskau Görges überholt Kerber in der Weltrangliste

Versöhnlicher Saisonabschluss für die deutschen Tennis-Damen: Julia Görges hat nach zuvor drei verlorenen Finals in Moskau triumphiert. Carina Witthöft gewann erstmals in ihrer Karriere ein Turnier.
Julia Görges

Julia Görges

Foto: TATYANA MAKEYEVA/ REUTERS

Julia Görges hat das WTA-Hallenturnier in Moskau gewonnen und damit Angelique Kerber als beste deutsche Tennisspielerin abgelöst. Die 28-Jährige setzte sich im Finale des Kremlin-Cups gegen die Russin Darja Kassatkina 6:1, 6:2 durch. Für Görges war es ihr insgesamt dritter Karrieresieg.

"Das ist erstaunlich, ich bin so glücklich. Ich habe wahnsinnig hart gearbeitet", sagte Görges und war kurz nach dem Match sichtlich bewegt. "Ich gönne dir den Titel von Herzen", sagte die unterlegene Kassatkina.

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Die Weltranglisten-27. Görges stand bereits zum vierten Mal in diesem Jahr in einem Endspiel - in ihrem letzten Match der Saison gelang ihr der erste Sieg. In einem einseitigen Spiel hatte sie nur zu Beginn des zweiten Durchgangs einige Probleme. Doch nach dem Break zum 2:1 war der Widerstand ihrer 20 Jahre alten Gegnerin gebrochen. Gegen die in der Weltrangliste einen Platz schlechter eingestufte Russin verwandelte sie nach 66 Minuten ihren ersten Matchball mit einem Ass.

Zuvor hatte Görges die Finals in Washington, auf Mallorca und in Bukarest verloren. Ihre einzigen beiden Turniersiege liegen bereits einige Zeit zurück: 2010 in Bad Gastein und 2011 in Stuttgart triumphierte sie letztmals.

Nun wird Görges in der neuen Weltrangliste erstmals seit Februar 2013 wieder in den Top-20 geführt. Die ehemalige Weltranglisten-Erste Kerber dagegen wird nach fünfeinhalb Jahren nicht mehr zu den besten 20 Spielerinnen gehören. Die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin hatte sich durch ihre schwache Saison nicht für das am Sonntag beginnende WTA-Tour-Finale qualifiziert und verliert viele Punkte.

Witthöft triumphiert in Luxemburg

Fed-Cup-Spielerin Carina Witthöft hat mit dem Sieg beim WTA-Turnier in Luxemburg den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Die 22-Jährige gewann ihr erstes Endspiel nach 1:31 Stunden 6:3, 7:5 gegen Olympiasiegerin Mónica Puig aus Puerto Rico.

Witthöft hatte zuvor nur im vergangenen Februar in Budapest einmal ein Halbfinale erreicht. Durch ihr Abschneiden in Luxemburg gehört sie ab Montag erstmals seit Oktober 2015 wieder zu den besten 60 Spielerinnen der Welt.

lst/dpa/sid