Tennis-Star Scharapowa erhält Wildcard für US Open

Rückkehr auf die große Tennis-Bühne: Marija Scharapowa wird erstmals nach ihrer Dopingsperre wieder an einem Grand-Slam-Turnier teilnehmen. Die Russin bekam von den Organisatoren eine Wildcard zugesprochen.

Marija Scharapowa
AFP

Marija Scharapowa


Der derzeit am linken Arm verletzte russische Tennis-Star Marija Scharapowa hat eine Wildcard für die US Open erhalten. Dies teilten die Organisatoren des am 28. August beginnenden Grand-Slam-Turniers mit. Scharapowa wird damit erstmals seit 19 Monaten wieder eine der vier Major-Konkurrenzen bestreiten.

Ihr letzter Grand-Slam-Einsatz war bei den Australian Open im Januar 2016. Im März darauf hatte sie auf einer aufsehenerregenden Pressekonferenz bekannt gegeben, dass sie in Melbourne positiv auf Meldonium getestet worden war. Es folgte eine 15-monatige Sperre. Ende April war sie dann beim WTA-Turnier in Stuttgart auf die Tennis-Bühne zurückgekehrt.

Da sie durch die Sperre in der Weltrangliste weit zurückfiel, war sie wie auch in Stuttgart auf den Erhalt von Wildcards angewiesen. Die Organisatoren der French Open verweigerten der 30-Jährigen eine solche, die Macher in Wimbledon wiederum gaben ihr einen Freifahrtschein. Scharapowa lehnte diesen jedoch ab und wollte sich sportlich über die Qualifikation ins Turnier spielen. Wegen einer Oberschenkelverletzung sagte sie dann jedoch ab.

Scharapowa, die frühere Nummer eins der Weltrangliste, erfreut sich in den USA großer Beliebtheit. 2006 konnte sie die US Open gewinnen, es war ihr zweiter von insgesamt fünf Grand-Slam-Titeln seit 2004. Im WTA-Ranking wird sie derzeit auf Position 148 geführt.

bam/sid



insgesamt 10 Beiträge
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RudolfSommer 15.08.2017
1. nicht gerecht
Eine weniger glamouröse Spielerin als Scharapowa hätte wahrscheinlich keine Wildcard erhalten. Aber die Amis fliegen eh voll ab auf das Tennisspielende Model. Scharapowa war bisher schon sehr unbeliebt unter den Spielerinnen, jetzt wird es nicht besser. Wäre toll wenn sie in in der ersten Runde rausfliegen würde, am besten 0:6 0:6 gegen eine Qualifikantin. ;)
Spartakus 15.08.2017
2. Gerecht.
Zitat von RudolfSommerEine weniger glamouröse Spielerin als Scharapowa hätte wahrscheinlich keine Wildcard erhalten. Aber die Amis fliegen eh voll ab auf das Tennisspielende Model. Scharapowa war bisher schon sehr unbeliebt unter den Spielerinnen, jetzt wird es nicht besser. Wäre toll wenn sie in in der ersten Runde rausfliegen würde, am besten 0:6 0:6 gegen eine Qualifikantin. ;)
Wenn ausgerechnet die Amis einer Russin die Wildcard vergeben, trotz Medienkrieg gegen Russland, dann kann es nur gerecht sein. Und wohlgemerkt ist sie nicht die Erste, aber auch bestimmt nicht die Letzte, die dieses Privileg sich hart erarbeitet hat.
gigantusxx 15.08.2017
3. Gerecht?
Unglaublich wie naiv manche Menschen immer noch sind. Tennis, genau wie Fussball oder Basketball ist ein Multi-Millionengeschäft. Die Veranstalter werden mit einer Spielerin wie Maria Sharapova sicher mehr Zuschauer anlocken, als mit einer unbekannten Qualifikantin. Und eine Sharapova in Topform wäre sicherlich eine Bereicherung für das gesamte Damenfeld. Die Qualität des Damentennis ist zur Zeit nicht gerade auf allerhöchstem Niveau. Wahrscheinlich wird Sharapova sowieso ihre Teilnahme wegen ihrer Armverletzung absagen...somit viel Wind um Nichts!!!
alaba27 15.08.2017
4. Warum hat man es
Nicht einfach damit begründet, dass ehemalige Gewinner ein lebenslanges Startrecht haben ? Dann müsste man nicht so einen Affentanz veranstalten. Aber ihr aus Marketinggründen einen Freifahrtschein zu erteilen ? Wie doof sind sie, das auch noch zuzugeben ? Ausgleichende Gerechtigkeit wäre, wenn sie sich beim ersten Ballwechsel beide Haxen bricht und die Karriere beenden muss.
dieterwassmann7 16.08.2017
5.
Diese EMail kommt aus NY. DieStimmung in den USA ist ueberwiegend prorussisch und die Sportfans freuen sich auf die Scharapowa in der US Open. Nur der Clintenclan staenkert an allen Ecken und Enden gegen alles was aus Russland kommt.
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