Tennis-Masters Venus Williams stoppt Swonarewa

Den ersten Satz verloren, dann kurzen Prozess gemacht: Venus Williams hat das Masters-Finale gegen Wera Swonarewa gewonnen. Die Außenseiterin hielt zunächst gut mit, ging dann aber unter. Neben einigen Stars fehlten dem Turnier besonders die Zuschauer.


Hamburg - Venus Williams hat den Höhenflug von Ersatzfrau Wera Swonarewa gestoppt und zum ersten Mal das Damen-Masters gewonnen. Die US-Amerikanerin sicherte sich damit 1,34 Millionen Dollar Preisgeld. Die 28 Jahre alte Wimbledon-Siegerin ließ sich im Finale in Doha gegen die Russin auch vom Verlust des ersten Satzes nicht aus dem Konzept bringen und entschied das Spiel nach 2:10 Stunden und dem ersten Matchball 6:7 (5:7), 6:0 und 6:2 für sich.

Venus Williams: 1,34 Millionen Dollar Preisgeld
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Venus Williams: 1,34 Millionen Dollar Preisgeld

Dabei hatte Williams nur am Anfang Probleme und lag schnell 0:3 zurück. Im Tiebreak vergab sie eine 5:1-Führung, doch in den Durchgängen zwei und drei ließ die Amerikanerin ihrer Gegnerin keine Chance.

Für Williams war es der insgesamt 39. Turniersieg und der dritte in diesem Jahr. Wera Swonarewa, die erst durch die Absage ihrer Landsfrau Maria Scharapowa ins Feld der acht besten Spielerinnen der Saison gerückt war, durfte sich für den entgangenen ersten großen Titel mit einer Prämie von 715.000 Dollar trösten. Dies ist der bislang höchste Scheck in ihrer Karriere, zudem wird sie in der Weltrangliste zum Jahresabschluss erstmals in den Top 10 notiert.

Im Halbfinale hatte sich Außenseiterin Swonarewa in einem russischen Duell gegen Olympiasiegerin Jelena Dementjewa 7:6 (9:7), 3:6, 6:3 durchgesetzt. Venus Williams hatte die Weltranglistenerste Jelena Jankovic aus Serbien 6:2, 2:6, 6:3 besiegt. Damit erreichten die beiden letzten Spielerinnen der Setzliste das Endspiel. Swonarewa, die noch nie ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, hatte in der Vorrunde bereits Jankovic, French-Open-Siegerin Ana Ivanovic (Serbien) und die frühere US-Open-Gewinnerin Swetlana Kusnezowa (Russland) geschlagen.

Vier Russinnen, zwei Amerikanerinnen und zwei Serbinnen hatten am vergangenen Montag mit den Gruppenspielen begonnen, am Ende fehlten zwei Namen aus der ursprünglichen Besetzung. Am Freitag meldeten sich Serena Williams und Ana Ivanovic verletzt beziehungsweise krank ab, die beiden Nachrückerinnen Nadja Petrowa (als fünfte Russin) und Agnieszka Radwanska (Polen) konnten die ohnehin nur mäßige sportliche Attraktivität der Veranstaltung kaum steigern.

Das Turnier im Scheichtum Katar fand zwischenzeitlich fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur wenige Zuschauer verirrten sich auf die 4100 Besucher fassenden Tribünen rund um den Centre Court des International Tennis Centre. Noch bis einschließlich 2010 findet das Saisonfinale der acht weltbesten Spielerinnen in Doha statt, danach wechselt das Turnier in die türkische Metropole Istanbul, die von 2011 bis 2013 Gastgeber sein wird.

ulz/sid/dpa



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