Tennisturnier in Miami Kyrgios provoziert Zuschauerausschluss

"Hast du nichts Besseres zu tun?" Nick Kyrgios hat sich während eines Matches mit einem Zuschauer gestritten. Der musste daraufhin das Stadion verlassen. Es war nicht der einzige Aufreger der Partie.

"Ich wusste, dass ich es schaffen würde, dass er rausfliegt", sagte Nick Kyrgios. "Ich habe es geliebt."
RHONA WISE/EPA-EFE/REX

"Ich wusste, dass ich es schaffen würde, dass er rausfliegt", sagte Nick Kyrgios. "Ich habe es geliebt."


Der Australier Nick Kyrgios hat beim Tennis-Masters-Turnier in Miami einmal mehr für Aufregung gesorgt. Während seines 6:3, 6:1-Erfolgs gegen den Serben Dusan Lajovic lieferte sich Kyrgios ein Wortgefecht mit einem Zuschauer auf der Tribüne, der ihn während eines Seitenwechsels übel beleidigt haben soll - unter anderem wegen seiner Frisur.

"Hast du eine Freikarte bekommen? Warum schaust du mir zu an einem Sonntagabend?", rief Kyrgios im Laufe des zweiten Satzes in Richtung Tribüne: "Hast du nichts Besseres zu tun?" Der Zuschauer ließ sich auf die Diskussion ein und wurde letztlich unter höhnischem Applaus von Kyrgios und vielen weiteren Fans vom Sicherheitspersonal aus dem Stadion geleitet.

Der streitlustige Zuschauer wird nach seiner Diskussion mit Nick Kyrgios von Sicherheitspersonal abgeführt
AFP

Der streitlustige Zuschauer wird nach seiner Diskussion mit Nick Kyrgios von Sicherheitspersonal abgeführt

"Ich wusste, dass ich es schaffen würde, dass er rausfliegt", sagte Kyrgios hinterher: "Ich habe es geliebt, habe jede Sekunde davon geliebt und ich glaube, das Publikum auch."

Auch sonst sorgte der 23-Jährige, der in der Weltrangliste momentan den 33. Rang belegt, wieder für Gesprächsstoff. Unter anderem salutierte er unmittelbar vor einem Überkopfschlag, spielte einen sogenannten No-Look-Volley und punktete gleich zweimal durch den von vielen Tennisprofis verpönten Aufschlag von unten - einmal sogar per Ass.

Lustlos-Auftritt, Geldstrafen, Beleidigungen

Es ist nicht der erste aufsehenerregende Vorfall von Kyrgios: Nur einen Tag zuvor hatte der Australier in Miami einen Stuhlschiedsrichter als "Schande" beschimpft, dabei das "F-Wort" benutzt und seinen Schläger zertrümmert. Kurz zuvor war Kyrgios gemeinsam mit dem US-Amerikaner Taylor Fritz aus der Doppelkonkurrenz ausgeschieden. Sie verloren in drei Sätzen gegen Guido Pella aus Argentinien und Joao Sousa aus Portugal.

2016 hatte Kyrgios in Shanghai sein Zweitrunden-Match gegen den Deutschen Mischa Zverev (3:6, 1:6) praktisch abgeschenkt und sichtlich lustlos gespielt. Die ATP hatte sein Verhalten als "inakzeptabel und respektlos" gegenüber den Fans und dem Sport bewertet. Dafür wurde er mit einer Geldstrafe sowie einer Sperre belegt, die jedoch nach seiner Ankündigung, sich in sportpsychologische Behandlung zu begeben, von ursprünglich acht auf drei Wochen verringert wurde.

Bereits 2015 war Kyrgios für einen Monat gesperrt worden, weil er während eines Matches gegen Stan Wawrinka die Freundin des Schweizers beim Seitenwechsel in drastischen Worten als Fremdgängerin bezeichnet hatte. Damals musste er 25.000 Dollar (etwa 21.200 Euro) Strafe zahlen.

bam/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
spon1899 25.03.2019
1.
Auf dem Sportplatz hat der nix zu suchen. Sollte seine Sportpsychotherapie weitermachen. Er wollte also unbedingt, dass der Zuschauer rausfliegt und fand es toll. Ah ja, süß. Erwachsen werden ist schwer. Der Arme! Ich hab Mitleid.
biglewbowski 26.03.2019
2. Großartiges, unreifes Tenniskid
der etwas Action in das Langweilertennis bringt. Früher gab es John, Jimmy und Becker, die sich aufs übelste beleidigt haben. So what? Tennis ist Entertainment und Kyrgios liefert es. Und wer sich wie Federer anmaßt, Kyrgios zu kritisieren, hat ganz klar seine Kompetenzen überschritten.
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