Tennis Federer trennt sich von Trainer Annacone

Nach dreieinhalb Jahren Zusammenarbeit sucht Roger Federer nun einen neuen Trainer. In einer Saison mit zahlreichen Enttäuschungen könnte der Rekord-Grand-Slam-Sieger sogar die Teilnahme am ATP-Finale verpassen - erstmals seit mehr als zehn Jahren.

Tennisprofi Federer: Trennung vom Trainer
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Tennisprofi Federer: Trennung vom Trainer


Hamburg - Nur ein Titel, keine Finalteilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier und der Absturz auf Platz sieben in der Weltrangliste - das Tennis-Jahr 2013 ist für Roger Federer sehr enttäuschend verlaufen. Nun zieht der 32-Jährige die Konsequenzen und trennt sich von seinem langjährigen Trainer Paul Annacone.

"Nach dreieinhalb unglaublichen Jahren der Zusammenarbeit haben Paul und ich uns entschieden, ein neues Kapitel aufzuschlagen", teilte der Rekord-Grand-Slam-Sieger mit. "Die zwei Hauptziele haben wir erreicht. Paul bleibt ein guter Freund für mich." 2012 hatte Federer Wimbledon gewonnen und war rund vier Monate noch einmal die Nummer eins der Welt. "Danke RF und Team RF - war eine tolle Reise - großartiges Team, bessere Menschen!!! Dank an alle!!!", twitterte Annacone.

Diese Saison läuft hingegen durchwachsen: Federer kassierte bereits 13 Niederlagen, seit Mitte Juni konnte er nur einmal gegen einen Spieler aus den Top 20 gewinnen. Hinzu kamen Verletzungen und Probleme bei der Umstellung auf einen neuen Schläger.

Nach seinem frühen Aus beim Turnier in Shanghai ist Federer in der Jahreswertung sogar hinter Landsmann Stanislas Wawrinka auf den achten Rang abgerutscht. Federer droht also erstmals seit 2001 das ATP-Finale der acht besten Spieler 2013 in London Anfang November zu verpassen. Seinen nächsten Auftritt hat der Schweizer beim Heimspiel in Basel ab dem 21. Oktober.

tpr/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Sibylle1969 13.10.2013
1. Besser Karriereende
Federer sollte jetzt besser seine Karriere beenden, sonst läuft er Gefahr, den Zeitpunkt zum Absprung zu verpassen und seine großartige Karrierebilanz zu beschädigen. Es gibt genügend Beispiele von Top-Sportlern (auch in anderen Sportarten), die den Zeitpunkt verpasst haben und dann jahrelang nur noch ein Bild des Elends waren, weil sie nicht mehr annähernd an frühere Leistungen herankamen. In seiner derzeitigen Form hat er nicht nur keine Chance gegen Djokovic und Nadal mehr, sondern schaut auch gegen Top-20-Spieler (Gasquet, Monfils, ...), gegen die er früher so gut wie nie verloren hat, alt aus. Woher Federer seinen Optimismus nimmt, er könne durch "harte Arbeit" noch mal um Grand-Slam-Siege und die Spitze der Weltrangliste mitspielen, ist unverständlich.
Sternzwerg 13.10.2013
2. Endlich
Hoffentlich wechselt RF endlich auf einen moderneren Schläger. Das Alter dürfte nicht wirklich das Problem sein, denn RF verliert, wie bei den US Open auch gegen gleichaltrige.
andreas.breu 13.10.2013
3. nicht aufgeben!
Zitat von Sibylle1969Federer sollte jetzt besser seine Karriere beenden, sonst läuft er Gefahr, den Zeitpunkt zum Absprung zu verpassen und seine großartige Karrierebilanz zu beschädigen. Es gibt genügend Beispiele von Top-Sportlern (auch in anderen Sportarten), die den Zeitpunkt verpasst haben und dann jahrelang nur noch ein Bild des Elends waren, weil sie nicht mehr annähernd an frühere Leistungen herankamen. In seiner derzeitigen Form hat er nicht nur keine Chance gegen Djokovic und Nadal mehr, sondern schaut auch gegen Top-20-Spieler (Gasquet, Monfils, ...), gegen die er früher so gut wie nie verloren hat, alt aus. Woher Federer seinen Optimismus nimmt, er könne durch "harte Arbeit" noch mal um Grand-Slam-Siege und die Spitze der Weltrangliste mitspielen, ist unverständlich.
andreas.breu 13.10.2013
4. nicht aufgeben
ich denke dass roger auf jeden fall noch ein, zwei grand slam holen wird..., neuer trainer, neuer schwung! und wenn man bedankt wie viele jahre federer OHNE trainer höchstleistungen gebracht hat, einfach einmalig. roger ist so aussergewöhnlich, da geht immer noch was. würd mich im übrigen nicht wundern wenn er neben schlägerwechsel auch noch auf beidhändige rückhand umstellt, er wird nichts unversucht lassen, nur mit dieser einstellung waren seine bisherigen, gigantischen leistungen überhaupt erst möglich. mach bitte weiter roger!!!
spon-facebook-10000115959 13.10.2013
5. Rücktritt, ich kann es nicht mehr hören.
All die Besserwisser (z.B. Sybille1969), die RF zum Rücktritt rieten, raten oder noch raten werden, haben keine Ahnung davon, warum ein Sportler weiter machen will und was ihn letztendlich antreibt sich immer wieder neu zu beweisen. Lasst RF doch einfach spielen so lange er noch will und es ihm Spaß macht. Tretet ihr doch selbst endlich von euren Rücktrittsempfehlungen zurück. RF und sein Umfeld weiß es nämlich besser als ihr wenn für ihn die Zeit zum Aufhören gekommen ist.
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