Doppelschicht beim Masters in Rom Nadal in zwei Matches schneller als Federer in einem

Wegen des Regens am Vortag mussten viele Tennisprofis beim Masters in Rom zwei Matches an einem Tag absolvieren. Rafael Nadal gab nur zwei Spiele ab, Roger Federer musste sehr lange kämpfen.

Roger Federer
Clive Brunskill Getty Images

Roger Federer


Roger Federer hat in seiner Karriere über 1200 Matches auf der ATP-Tour gewonnen. Da bringt ihn ein Sieg in einem Achtelfinale eines Masters-Turniers eigentlich nicht aus der Ruhe, nach seinem 2:6, 6:4, 7:6-Erfolg gegen Borna Coric (Kroatien) in Rom sah das anders aus. Federer jubelte unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer ausgelassen, immerhin stand er zweieinhalb Stunden auf dem Platz und musste im Tiebreak des dritten Satzes zwei Matchbälle abwehren.

Für den Schweizer war es jedoch, wie für viele andere Profis auch, nicht das erste Match des Tages gewesen. Am Mittwoch hatte anhaltender Regen das gesamte Programm durcheinandergewirbelt und so entschieden die Organisatoren in Rom, die Spieler zweimal auf die Courts zu schicken. Federer hatte einige Stunden zuvor bereits 6:4, 6:3 gegen den Portugiesen Joao Sousa gewonnen.

So erging es auch Rafael Nadal - der Weltranglistenzweite zeigte sich dabei jedoch in bestechender Form. Zunächst gewann Nadal gegen Jeremy Chardy in 1:07 Stunde 6:0, 6:1, um wenig später gegen Nokoloz Basilashvili (Georgien) beim 6:1, 6:0-Sieg sogar noch fünf Minuten schneller zu sein.

Für die beiden Deutschen Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff kam dagegen in ihren zweiten Matches des Tages jeweils das Aus. Kohlschreiber verlor gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic 0:6, 3:6. Struff überzeugte lange Zeit gegen Kei Nishikori, musste sich beim 6:3, 6:7, 3:6 dann aber doch geschlagen geben.

krä



insgesamt 2 Beiträge
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gebürtige Serbin 17.05.2019
1.
Neben Federer und Nadal gewann auch Djokovic zwei Matches am gleichen Tag. Ich verstehe nach wie vor Ihre Berichterstattung überhaupt nicht. Der Gewinner der letzten drei Grand Slams und der Gewinner von Madrid vor nur fünf Tagen. Ausserdem der Erste auf der Rangliste. Keiner Erwähnung wert, nehme ich an. Hätte er nicht zufällig gegen einen Deutschen gewonnen, hätten Sie nicht über ihn berichtet, oder? Für diejenigen, die es wissen wollen: auch Djokovic gewann gestern zweimal, in zwei Expressspielen, von denen das erste nur 68, das zweite nur 63 Minuten gedauert hat.
zack34 17.05.2019
2. @1. Nachwievor journal. Wahrnemungslücken
Regen Sie sich deshalb nicht so sehr auf. Selektive Wahrnehmung gehört leider dazu. M.E. sind die Auswirkungen davon in politischen Zusammenhängen viel schlimmer. Die Redaktion hat, trotz zweifelsfrei hervorragenden Reportagen, offenbar noch einiges auf zu arbeiten.
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